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Leichtathletik: 10. Hiltruper Halbmarathon

Deutlicher Vorsprung: Korsmeier siegt mit Streckenrekord

Münster

Der Wolbecker Linus Korsmeier und Raija Schmidt heißen die beiden Sieger beim 10. Hiltruper Halbmarathon. Korsmeier verbesserte die bisherige Streckenbestzeit um zwei Minuten auf 1:11,10 Stunden, Schmidt benötigte 1:28,23 Stunden.

Von Alexander Heflik

Schnellster: Der Wolbecker Linus Korsmeier gewinnt mit Streckenrekord. 318 Aktive waren bei der Unrundung der Kanalinsel mit dabei. Foto: Alexander Heflik

Das hätten auch einsame 70 Minuten für Linus Korsmeier werden können. Aber zum Glück gab es die Überholmanöver, Überrundungen und am Ende auch den Gegenverkehr durch Läufer, die den 10. Hiltruper Halbmarathon für den neuen Sieger und neuen Bestzeithalter zum ganz besonderen Erlebnis werden ließ. Korsmeier pulverisierte förmlich die bisherige Bestmarke von Yannick Rinne, der 2019 im Regen 1:13,13 Stunden für die 21,1 Kilometer benötigt hatte. Korsmeier lief 1:11,10 und wartete dann höflich, wie es sich in der Läuferszene gehört, auf den Zweitplatzierten Ludger Schröer aus Deiringsen (1:21,50 Std.). Wenig später erschien dann auch schon die erste Frau, Raija Schmid von LSF Münster gewann in 1:28,23 Stunden vor dem Running-Crew-Duo Judith Schmalbrock und Diana Neufeld.

Korsmeier startet bei Münster-Marathon

Korsmeier wirkte entspannt nach dem Lauf, er, der Wolbecker, der mittlerweile in Bonn lebt und in Köln an der Deutschen Sporthochschule im Bereich der Dopinganalytik arbeitet, trauerte ein wenig einer noch besseren Zeit hinterher. Aber auf dem Weg zum Volksbank-Münster-Marathon, bei dem er eine richtig schnelle Zeit von 2:25-Stunden anpeilt, war das genau die richtige Aufgabe. In Hiltrup zu gewinnen gefiel dem Wolbecker zusätzlich. „Früher haben wir auf der Anlage in Hiltrup-Süd oft gegen einander gespielt“, sagte er. Er meinte seinen VfL Wolbeck gegen den TuS Hiltrup. Korsmeier als linker Verteidiger, lachend erklärte er, dass er schon immer schnell rennen konnte. Nun war klar, wer am Sonntag die Nummer eins in Hiltrup war. Was letztlich ein gutes Gefühl für ihn war. Gerade als Korsmeier durchs Ziel gelaufen war, beendete die letzte Läuferin die beiden Auftaktrunden auf der Hiltruper-Kanalinsel und schickte sich an, Kilometer elf zu erobern. Die Cheerleader der Münster Mammuts feuerten Sieger und Schlusslicht gleichermaßen an, der Applaus galt beiden Aktiven, das Rennen war schon besonders.

Schmidt mit deutlichem Vorsprung

Einsames Rennen für Korsmeier, auch Raija Schmidt hatte am Ende einen deutlichen Vorsprung. „Ein schöner Erfolg für eine Läuferin mit fast 48 Jahren“, fand Schmidt. Sie, die amtierende Deutsche Altersklassen-Meisterin im Halbmarathon, zeigte der jüngeren Konkurrenz die Hacken. Schmidt befindet sich in der Vorbereitung auf die DM im September, wo sie für LSF Münster über zehn Kilometer und im Halbmarathon starten wird.

Bei den Frauen ist Raija Schmidt die Siegerin. Foto: Alexander Heflik

Anders als Linus Korsmeier wird sie nicht beim Münster-Marathon laufen. Aber den Wettbewerb in Hiltrup wird sie nicht so schnell vergessen, weil es eine „schöne, vielleicht etwas windige, aber gute Strecke“ war. Am Ende gingen 318 Aktive (400 Voranmeldungen) an den Start. „Super verlaufen“, meinte Simon Chrobak vom Ausrichter TuS Hiltrup. Nach zwei Jahren Corona-Pause ist der Hiltruper Halbmarathon zurück auf der Event-Liste, Auflage elf wird folgen.

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