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Leichtathletik: Nach „Sentruper Challenge“

Laufsportfreunde regen stationäre Zeitmessung am Aasee an

Münster

Gute Erfahrungen machten die Laufsportfreunde mit der „Sentruper Challenge“ und regen nun an, eine Zeitmessanlage am Aasee dauerhaft zu installieren. Ob dies möglich ist, wird derzeit geprüft.

Von Jürgen Beckgerd

Die Aasee-Runde ist die beliebte Laufstrecke für jedermann. Möglicherweise wird durch eine permanent installierte Zeitmessung die Attraktivität der knapp fünf Kilometer noch erhöht.   Foto: fotoideen.com

Die „Sentruper Challenge“ der Laufsportfreunde (LSF) Münster hatte Erlebnis- wie Test-Charakter, als der Lauf über fünf und zehn Kilometer an insgesamt 15 Tagen bis Ende Mai am Aasee über die Bühne ging. Pandemiebedingt, wie so vieles in dieser Zeit, wurde ein Volkslauf simuliert, der allerdings nur alleine oder in Kleinstgruppen absolviert werden konnte. Spaß gemacht hat es trotzdem, rund 550 Teilnehmer hatten sich bei den Laufsportfreunden angemeldet, erhielten eine Startnummer und damit auch Zugang zur Zeitmessung. Aus der Challenge wurde ein Battle, also ein Wettkampf gegen sich selbst und seine persönliche Bestzeit oder gegen die Konkurrenz, die keineswegs zeitgleich auf die Strecke ging. „Wir hatten ausschließlich positive Rückmeldungen“, sagte LSF-Vorsitzender Stefan Kerkerink – und dachte mit seinem Team schon mal weise voraus: Was, wenn die für die Challenge in rund drei Metern Höhe installierten und nach unten ausstrahlenden Zeitmesspunkte dauerhaft installiert werden würden? Münster wäre um eine kleine „Attraktion“ reicher und seine immens große Läuferschar hätte einen „Wettkampf“ gegen die Uhr mehr. Und zwar permanent und jederzeit verfügbar.

„Unser Lauf, aus Pandemiegründen geboren, galt auch uns als Test: Wie sicher und zuverlässig ist die Technik, wie robust gegen Vandalismus?“, fragten sich Kerkerink und Mitstreiter. Antwort: „Läuft!“

Mithilfe von Transpondern oder gar mit sogenannten Championchips könnten Läuferinnen und Läufer die dann stationären Zeitmesspunkte an der Aasee-Strecke nutzen, um ihre persönlichen Bestzeiten exakt zu bestimmen oder um sich miteinander zu messen, ohne sich gemeinsam zum Lauf verabreden zu müssen. „Das System ist eigentlich für jedermann attraktiv, immer vorhanden und auch für Walker reizvoll. Man kann Zwischenzeiten messen, die Ergebnisse live verfolgen und damit das Laufen attraktiver machen“, so Kerkerink.

Kontakt zum Sportamt

Zur Realisierung haben die Laufsportfreunde bereits Kontakt zum Sportamt aufgenommen, wo die Angelegenheit geprüft werde. „Die Laufsportfreunde würden gerne unterstützend wirken und beratend dabeisein“, erklärte Kerkerink und verwies auf ein bereits bestehendes, fest installiertes Modell in Hamburg an der Binnenalster.

Über die Kosten der Zeitmessanlage konnte Kerkerink allerdings keine konkreten Angaben machen. „Wahrscheinlich vierstellig“, sagte der LSF-Chef. Rainer Bergmann vom Sportamt der Stadt Münster verwies auf die Zuständigkeit beziehungsweise notwendige Einbeziehung von Grünflächen- und Sportamt.

Das System namens RFID (Radio-Frequency Identification), basierend auf Funkfrequenzen und GPS-Signalen, ist der kontaktlose Datenaustausch zwischen einem Transponder und einem Lesegerät. Benötigt werden mehrere Track-Boxen, Richtantennen, weiteres Klein-Equipment und natürlich Startnummern für die Teilnehmer, wie Johannes Pohlmann, Experte vom FC Nordkirchen, erläuterte. Der FC kooperiert im Kreis Coesfeld bereits mit einigen Laufvereinen und war auch den Laufsportfreunden bei der Challenge behilflich. Das weitere Vorgehen könne nun gemeinsam mit der Stadt erörtert werden, kündigte Kerkerink an.

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