1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. LSF-Aktive geben Vollgas in Dresden

  8. >

Leichtathletik: Gelungener Neustart

LSF-Aktive geben Vollgas in Dresden

Münster

Frische Luft ist gesund und macht mitunter Beine: Die Langstreckler vom LSF Münster zumindest genossen es sichtlich, sich wieder analog messen zu dürfen – und ließen es in Dresden richtig krachen.

Jürgen Beckgerd

Starke LSF-Riege in Dresden: Foto: LSF

Lange nichts, weil Corona selbst die Individualsportler ausbremst, dann ein „richtiges Pfund“ in Dresden beim „Itelligance-Lauf Invitational“ im „Großen Garten“. Mit fast allen nationalen Stars, die die langen Strecken so im Repertoire haben: Richard Ringer (SC Rehlingen), Marathon-Rekordhalter (national) Amanal Petros (Wattenscheid), Katharina Steinruck (Eintracht Frankfurt) oder Rabea Schöneborn (LG Nord Berlin) stießen auf internationale Konkurrenz; im Marathon ging es beispielsweise auch um eine von mehreren Möglichkeiten zur Olympia-Qualifikation.

Brückner erwischt schnelle Gruppe

Mitten drin und zum ersten Mal dabei in diesem Jahr war eine Delegation der Laufsportfreunde Münster. Wobei Lea Brückner über 10 000 Meter sogar ihre eigenen Erwartungen übertraf. Die 21-Jährige lief mit 35:01 Minuten nicht nur eine persönliche Bestzeit, sondern die zweitbeste Zeit einer LSF-Läuferin überhaupt. Im Elitefeld wurde sie damit Gesamt-Elfte. „Das war ein richtig cooles Event“, sagte die Medizin-Studentin, die nicht nur schnell, sondern auch klug über die vier 2,5 Kilometer langen Runden lief. Glück, dass sie die „richtige Gruppe“ fand, hatte sie. „Wir haben uns optimal in der Führungsarbeit abgewechselt. Es war top, dass ich sofort die richtige Gruppe von Mädels gefunden habe“, schilderte sie. „Jede von uns musste mal in den Wind“. Die starke Zeit motiviere sie natürlich. Nationale Meisterschaften sind ihr Ziel, und auch eine Zeit um 34 Minuten – „von 35:01 auf 34:x ist ja nicht weit“ – rückt nun in ihren Fokus. „Step by step“ könnte es nun vorangehen, sagt sie. „Aber erst einmal gönne ich mir eine Woche, um mich auszuruhen. So lange, bis es langweilig wird“.

Miriam Zirk mit Vereinsrekord

Derweil Marvin Röthemeyer mit seiner Zeit von 34:40 Minuten nicht ganz zufrieden war, lieferten im Halbmarathon Miriam Zirk in 1:15:35 Stunden (Vereinsrekord) als Elfte sowie Johanna Rellensmann in 1:16:34 (Platz 13) starke Resultate ab. Manuel Goerlich verbesserte den Kreisrekord (M 35) auf 1:10:37 Stunden (Zweiter der M 35). Jan Kaumanns kam acht Sekunden später an, David Schönherr benötigte 1:16:34 Stunden.

Nils Voigt kratzt an der Einstuden-Marke

Herausragend war die Leistung des Münsteraners Nils Voigt, der seit geraumer Zeit das Trikot des TV Wattenscheid trägt. Bei seinem Halbmarathondebüt und zwei Wochen nach seiner Top-Zeit in Berlin über 10 000 Meter (28:23 Minuten) kam der 23-Jährige nun in 1:01:35 Stunden auf den zweiten Platz. Der Schützling von Trainer Tono Kirschbaum und ehemalige Läufer der LG Brillux Münster (unter Coach Jörg Riethues) hat eine ganz starke Entwicklung genommen. Persönliche Bestzeiten liefen in Dresden über 10 000 Meter zudem Oskar Enseling in 31:59 Minuten und Finn Ponick 32:47 Minuten.

Von W+F Münster kamen Frederik Pilarski (Neubrandenburg) nach 32:55 Minuten über 10 000 Meter und Leonard Arnold (Hagen) nach 1:07:02 Stunden über die Halbmarathon-Distanz in das Ziel.

Startseite
ANZEIGE