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Reiten: Westfalenwoche in Handorf

Marie Schulze Topphoff feiert Triumph bei ihrem Heimspiel

Münster

Es war eine glückliche Fügung für Marie Schulze Topphoff, dass sich die Organisatoren der Westfalenwoche bereiterklärten, auch noch die Westfälischen Meisterschaften auszurichten. So war der Weg frei für die Springreiterin des RV Roxel, die sich in der Damen-Konkurrenz den Titel sicherte. Es war der krönende Abschluss des sechstägigen Turniers, das allenthalben für Zufriedenheit sorgte.

Von Michael Schulte

Ein erfolgreiches Paar: Marie Schulze Topphoff vom RV Roxel gewann im Sattel von Villimey vd Gaste die Damen-Konkurrenz der Westfälischen Meisterschaften. Foto: Peter Leßmann

Es war im Mai, als der Pferdesportverband Westfalen allmählich nervös wurde. Denn noch immer war kein Ausrichter für die Westfälischen Meisterschaften im Springreiten gefunden worden. Weder für die Damen noch für die Herren. Auf der Suche nach einem kompetenten Veranstalter wurden die Verantwortlichen in Handorf vorstellig, wo sie sich eine positive Antwort erhofften – und erhielten. „Für uns war das kein Problem, diese Titelkämpfe in unsere Westfalenwoche einzubauen. Zumal wir dadurch sportlich noch einmal attraktiver wurden.“ Für Turnierleiter Carsten Rotermund bedeutete diese Zusatzveranstaltung zwar mehr Arbeit, aber davor macht man sich in Handorf sowieso nicht bange. Im Gegenteil. Vielmehr sieht man es hier als Auszeichnung.

„In der Corona-Zeit haben wir uns einen kleinen Namen gemacht. Wir haben immer unser Turnier durchgezogen.“ Und beim Blick zurück weist Rotermund daraufhin, dass man beim Westfälischen Pferdestammbuch ja auch optimale Bedingungen vorfinde. „Die Plätze sind da. Unsere Mitarbeiter vom Verband und die zahlreichen Ehrenamtlichen sind seit Jahren ein eingespieltes Team. Ob da nun noch eine Westfälische Meisterschaft dazukommt, das bereitet uns kein Kopfzerbrechen.“

Rotermund: „Wir sind überwältigt“

Das alles wusste er vorher und am Sonntag bei der Bilanz 2022 sieht sich Rotermund bestätigt. „Wir sind überwältigt. Wir hatten ein sensationelles Ergebnis mit über 2500 Nennungen. Alles lief reibungslos von Eliteschauen über Fohlenauktion bis hin zum Dressur- und Springsport. Wir hatten viele Zuschauer, das Wetter hat mitgespielt, alles bestens.“

Da wird nicht geklagt, dass man sechs Tage von 7 bis 21 Uhr eingespannt war. Nein, da wird gefeiert, dass man bundesweit die stärkste Qualifikation für das Bundeschampionat erlebt hat. „Mit über hundert Pferden bei den Sechsjährigen und mehr als 90 bei den Fünfjährigen.“

Troschke gewinnt Großen Preis

Während der Turnierleiter nach seiner vierten Chefwoche noch schwärmt, dreht Marie Schulze Topphoff längst eine Runde nach der anderen auf dem Abreiteplatz. Mit drei Pferden ist die Amazone vom RFV Roxel beim krönenden Abschluss der Westfalen-Woche dabei, einer Drei-Sterne-Springprüfung mit Stechen.

Dabei geht es nicht nur um den Großen Preis, es ist auch die dritte Wertungsprüfung der Westfälischen Meisterschaft. Mit Villimey vd Gaste und Cindy erreicht sie nach fehlerfreier Runde im Normalparcours das Stechen, das sie ebenfalls ohne Strafpunkt absolviert. Letztlich langt das zu den Plätzen vier und fünf. Der Sieg im Großen Preis ging an Frederick Troschke aus Hagen auf Camelot vor Clara Blau (Rulle) auf Paul und Juliane Rölfing (Gestüt Forellenhof) auf Chikita.

Den Sprung aufs Podest hat Marie Schulze Topphoff im Großen Preis verpasst, aber nach den drei Wertungsprüfungen in Handorf durfte sie sich neben dem Herren-Sieger Stephan Naber aus Werne begeistert feiern lassen. Als Westfälische Meisterin bei den Damen. Ein Triumph beim Heimspiel – gut, dass die Handorfer die Titelkämpfe diesmal aus­getragen haben.

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