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19. Volksbank-Münster-Marathon

Michael Brinkmann und Co. gehen rastlos in den Sonntag

Münster

Sie zählen die Stunden. Am Sonntag steigt die 19. Auflage des Volksbank-Münster-Marathons. Die Macher um Chef-Organisator Michael Brinkmann haben gezittert, gehofft – und sind nun erleichtert. Das dreimal überarbeitete Hygienekonzept hat den Weg geebnet.

Von André Fischer

Und dann ist da nur noch die pure Vorfreude auf den Marathon: Foto: André Fischer

Wer Geduld sagt, sagt Mut, Ausdauer, Kraft! Es ist nicht überliefert, ob die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach sich zu ihrer Zeit sportlich betätigt hat. Sicher ist nur: Mit diesen Worten trifft sie mit Blick auf die 19. Auflage des Volksbank-Münster-Marathons ins Schwarze. Jene Tugenden sind für jene Sportlerinnen und Sportler unerlässlich, die sich am Sonntag um 9 Uhr wellenartig am Schlossplatz in Bewegung setzen.

Ein ganz besonderes Jahr bekommt sein ganz besonderes Event. Viele Monate standen Cheforganisator Michael Brinkmann und sein rühriges Team zwischen Baum und Borke. Dass sie ein großes Maß an Kondition an den Tag gelegt haben bei steigenden Inzidenzen, ist auch Dr. Ralph Schomaker geschuldet. Der Rennarzt sprach schon vor Monaten davon, dass schwere Corona-Erkrankungen mit Krankenhausaufenthalt zeitnah als zusätzlicher Leitindikator durch das Robert-Koch-Institut eingeführt werden müssten. „Das hat uns täglich motiviert“, sagt Brinkmann bei der Pressekonferenz im nagelneuen „Atlantic-Hotel“ im gläsernen Engelsaal im sechsten Stock über den Dächern der Domstadt. Die Inzidenz als einziger Maßstab hätte die Veranstaltung zum Kippen gebracht.

Zeichen der Hoffnung in der Pandemie

Rastlos wirkten sie irgendwie alle in den zurückliegenden Wochen – die vielen fleißigen Strategen aus der Crew. Auch Helmar Winkler. Das Hygienekonzept geht auf sein Konto. 70 Seiten plus 400 Seiten Anhang stark ist das Werk. „Ein echter Wälzer“, lacht der zweite Vorsitzende. Zweimal musste das Schriftstück überarbeitet werden, bis das Ordnungsamt endgültig grünes Licht gab. Am Donnerstag der vergangenen Woche kam das Okay. Früher als erwartet. In den vergangenen Jahren wurde Winkler erst zwei Tage vor dem Marathon informiert. Seit den Terroranschlägen in Deutschland sind Sicherheitskonzepte für Großverstaltungen zwingend vorgeschrieben.

Brinkmann und Co. trauen sich was – sie setzten ein Zeichen der Hoffnung in der Pandemie. „Wir versuchen, den gleichen Standard zu bieten wie in den Vorjahren“, verspricht der „Boss“. Auch in Sachen Staffel-Shirts, die noch auf der Reise gen Münster sind. In Doha angefertigt, brach zuletzt die Lieferkette zusammen. Aktuell liegen die Textilien in Budapest. Per eigens organisiertem Lieferwagen sollen sie pünktlich da sein. Krisenerprobt sind sie ja, die Macher. Und Geduld haben sie sowieso.

Der Marathon aus Sicht der Läufer

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