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Fußball: Bezirksliga

Borussia dreht das Derby, Kinderhaus mit nächstem Tor-Festival

Münster

Zwei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen: Für das Münster-Sextett in der Fußball-Bezirksliga war am Sonntag alles dabei.

Kampf um den Ball: Gelmers Soulaimane Jassab (links) im Zweikampf mit dem Borussen-Akteur Felix Klaphake. Foto: Wilfried Hiegemann

Wieder war alles drin für die sechs heimischen Bezirksligisten, doch so richtig Grund zur Freude hatte nur Aufsteiger Westfalia Kinderhaus II, der beginnt die Liga durchzurütteln. Borussia sicherte sich immerhin den nächsten Dreier. Dazu gab es zwei Remis und zwei Niederlagen.

Bei Spitzenreiter Münster 08 waren „der Frust groß und die Laune im Keller“, wie Trainer Gerrit Göcking nach dem 1:1 gegen den TuS Altenberge mehr als klar machte. Für die Probleme, die „ein leidenschaftlicher und guter Gegner“ den Nullachtern an diesem Tag machte, „hatten wir keine Lösungen“, so Göcking, „nach diesem ersten Dämpfer“. Immerhin sorgte Steffen Dondrup (44.) noch für das 1:1, nachdem die Gäste durch Niklas Klapproth (33.) in Führung gegangen waren. Dass mehr nicht drin war, lag am kollektiven Versagen der Gastgeber an diesem Nachmittag, das in der Schlussphase der Partie in der vergebenen Großchancen durch Rui Guimares und Kebba Touray seine Höhepunkte fand.

Gelmer zeigt Nerven, Borussia eiskalt

Im Derby des Spieltages gab es mit Borussia Münster den erwarteten Sieger beim 2:1 (0:1)-Erfolg bei GW Gelmer, aber nicht ganz den erwarteten Spielverlauf. Denn die Platzherren zeigten vor allem im ersten Abschnitt des ersten Saisonheimspiels einen beherzten Auftritt und verpassten es, mehr aus ihren Einschussmöglichkeiten zu machen als den Führungstreffer durch Yannik Niermann per direktem Freistoß kurz vor dem Halbzeitpfiff.

„Da hätten wir schon mit 3:0 führen müssen“, beklagte der spielende Trainer Emre Kücükosman die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor – reihte sich Anfang des zweiten Durchgangs aber selbst mit in die Riege der Chancenvernichter ein. „Da hätte ich auch das 2:0 machen können.“

Stattdessen nutzten die Gäste nach 57 Minuten einen Fehler von GWG-Keeper Henrik Peine zum Ausgleich durch Marko Rocha. Nur sechs Minuten später stellte der nächste individuelle Fehler die Partie auf den Kopf. Thorsten Schürmann fuhr Hannes John im eigenen Strafraum in die Parade, Pfiff, Elfer, Tor durch den gefoulten John, Spiel gedreht und gewendet. Und dann doch nicht mehr ganz so überraschend, wie Borussen-Trainer Henry Hupe analysierte: „Erste Halbzeit scheiße, zweite okay. Hauptsache drei Punkte“, so seine Sicht der Dinge, die sich nicht hundertprozentig mit der seines Gegenübers deckte.

Kinderhaus II nimmt mächtig Fahrt auf

Die Kinderhauser Reserve hat nach dem Fehlstart gegen die Borussia (1:5) ihre Reisegeschwindigkeit in der Bezirksliga aufgenommen: Am Sonntag folgte ein 7:1 gegen die bedauernswerten Recken vom TuS Recke. Trainer Stefan Kloer war aus gegebenem Anlass zufrieden mit Team und Vorstellung, fühlte sich aber genötigt, die Entwicklung ein wenig einzuordnen.

„Wir hatten in der Vorbereitung ein wenig geschlampt“, so Kloer, entsprechend reichte der Sprit beim ersten Ausflug in der neuen Liga nur für rund 30 Minuten, eine Woche nahm der Westfalenexpress Fahrt auf, ehe am Sonntag nun Volldampf angesagt war. „Rückkehrer wie Vinzent Gogoll, vier gute Jungs aus der Ersten und dann ein Gegner, der etwas Pech hatte und zu einem ungünstigen Zeitpunkt bei uns zu Gast war.“

Die Folge war ein Torfestival, das sogar noch unter einem spürbaren Chancenwucher litt. „Aber schön war, dass wir sieben verschiedene Torschützen hatten – und das alles meine Jungs waren“, so Kloer, der zumindest im Abschluss nicht auf die Abstellungen aus dem Westfalenliga-Kader bauen musste. Stefan Schwinn eröffnete den Torreigen (11.), Jan Knemeyer (21.), Philip Wassmann (33.) und Gogoll (35.) sorgten zur Halbzeit für die 4:0-Vorentscheidung. Moritz Schewetzky (50.), Christoph Göbel (70.) und Lorenz Weinbrenner (80.) legten im zweiten Abschnitt nach, ehe Marvin Strotmann der Ehrentreffer der Gäste gelang.

BW Aasee holt das Maximum raus

BW Aasee feiert derweil eine erfreuliche Nullnummer gegen SuS Neuenkirchen II. „Ganz klar, für uns war es das Maximum, was heute drin war, Neuenkirchen dürfte nicht zufrieden sein“, so das Fazit von BW-Coach André Kuhlmann nach einem soliden Auftritt seiner Rumpfelf, aus der ein überragender Schlussmann Fabian Kruse herausragte, der mit zahlreichen Paraden und einem parierten Strafstoß diesen Punkt am Aasee hielt.

Wolbeck verliert „typisches 0:0-Spiel“

In der Parallelstaffel musste sich der VfL Wolbeck dem fulminanten Aufsteiger Ahlener SK mit 0:2 geschlagen geben. Allerdings in einem wenig fulminanten Spiel, das VfL-Trainer Daniel Hölscher im Nachgang als „typisches 0:0-Spiel“ bewertete. Mit dem kleinen, aber feinen Makel, dass Gastgeber ASK seine „anderthalb Chancen“ zu zwei Treffern durch Zübeyr Kaya (8. und 76.) nutzte, während sein VfL aus null Chancen eben auch null Tore machte.

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