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American Football: Regionalliga

Blackhawks machen sich im Ersatz-Camp fit für den Start

Münster

Das geplante Trainingslager der Münster Blackhawks im ostfriesischen Aurich musste kurzfristig abgesagt werden, doch das Ersatz-Camp in Hannover war alles andere als zweite Wahl. Im Gegenteil: „Erstklassig“, so beschreibt Trainer Alexander Naretz die vier Tage bei den Grizzlies.

Von Ansgar Griebel

Die Blackhawks haben sich in Hannover fit für die erste Saison in der Regionalliga gemacht. Foto: Münster Blackhawks

Es wurde unendlich viel gerannt, geworfen, gefangen, besprochen und trainiert. Schön war’s, darüber waren sich alle einig, interessant auch und lehrreich.

Dass das viertägige Trainingscamp der Münster Blackhawks in Hannover am Ende natürlich auch mächtig anstrengend war, spürten die 70 Teilnehmer dann aber erst am Montag, als das Team wieder zu Hause und das Adrenalin abgepumpt war – und als der Tag danach bei der Arbeit, in der Schule und in der Uni plötzlich ganz, ganz lang wurde. „Ich habe in Hannover vielleicht drei Stunden geschlafen“, resümierte Blackhawks-Chefcoach Alexander Naretz. „Es gab immer was zu besprechen.“

Und natürlich brauchte auch das abendliche Teambuilding im Vereinsheim der Hannover Grizzlies seine Zeit. Allemal ist das Blackhawks-Team sechs Wochen vor dem Meisterschaftsstart in der Regionalliga noch enger zusammengewachsen, die neuen Playbooks sind gelesen und verinnerlicht, eigentlich könnte es für den Aufsteiger morgen schon losgehen.

Blackhawks erhalten Hilfe aus Hannover

Ursprünglich hatte das Team ein Trainingslager in Ostfriesland geplant, doch weil die gebuchte Jugendherberge in Aurich kurzfristig in eine Unterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine umfunktioniert worden war, musste auf die Schnelle umdisponiert werden. Ersatz fand sich bei den Grizzlies, die zeitgleich ein Trainingslager in Berlin bezogen hatten und ihr Trainingsgelände direkt neben dem von Hannover 96 gerne zur Verfügung stellten.

„Und sie haben auch noch ihren Präsidenten dagelassen haben, der morgens vorm ersten Training höchstpersönlich die Linien auf dem Platz zog und sich bestens um uns gekümmert hat“, so Naretz. Abends ging es in die Jugendherberge, tagsüber mit täglich drei Einheiten auf den Platz.

Stimmung und Verfassung, so das Gesamtfazit des Trainerteams, könnten besser nicht sein. „Und keiner hat sich verletzt“, gab Naretz nach vier knallharten Trainingstagen Entwarnung, „auch wenn wohl jeder jetzt irgendwo Schmerzen spürt, sonst hätten wir auch irgendwas falsch gemacht.“

Bis zum Saisonstart in der neuen Liga – laut vorläufigem Spielplan voraussichtlich gegen die Bonn Gamecocks – steht noch ein Testspiel an, an den letzten Feinheiten wird auf dem heimischen Blackhawks-Cage an der Sentruper Höhe gefeilt.

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