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Radsport: Sparkassen-Münsterland-Giro

Start in Osnabrück: Schon 30 Anfragen liegen für alljährliches Spektakel vor

Münster

Den 16. Sparkassen-Münsterland-Giro am 3. Oktober haben die Organisatoren nochmals im Rückspiegel beleuchtet. Nun richten sie den Fokus auf das neue Jahr. 30 Teams haben bereits angefragt. „Boss“ Rainer Bergmann und Co. freuen sich.

Von André Fischer

Der niederländische Sprinter Olav Kooij gewann die 16. Auflage am 3. Oktober – die Planungen für das Jahr 2023 haben längst begonnen. Foto: Jürgen Peperhowe

Radfahren in und auf den Spuren der Geschichte. Die Friedensroute verbindet die historischen Rathäuser der beiden Friedensstädte Münster und Osnabrück. Es liegt nahe, dass Rainer Bergmann, Cheforganisator des Sparkassen-Münsterland-Giros, in seiner wenigen freien Zeit selbst auf den Drahtesel steigt, seinem Hobby, in das er beruflich unglaublich viel Zeit und Mühe investiert, frönt. Knapp drei Wochen nach der 16. Auflage am 3. Oktober nutzt der Ideengeber des Events leicht verspätet die Gunst der Stunde, nimmt ein paar Tage Urlaub. Und düst samt reichlich Proviant mit seiner Frau los. „Die westliche Route haben wir noch geschafft“, lässt er durchklingen. „Dann hat es mich umgehauen.“ Corona. Bergmann steigt entkräftet vom Sattel. Pause.

Längst sitzt Bergmann wieder im Büro. Hat die Tour verschoben. „Vielleicht klappt’s 2023“, sagt er hoffnungsfroh. Widmet sich nun eifrig den Planungen für die Neuauflage des Traditionsrennens im kommenden Jahr am Tag der Deutschen Einheit. „Wir haben mit Sponsoren, den involvierten Kommunen und intern alles noch mal Revue passieren lassen.“ Manöverkritik heißt das übersetzt. „Es gibt immer Dinge zu verbessern, aber das sind Kleinigkeiten“, gibt er preis. Zu toppen scheint das Starterfeld ohnehin kaum mehr, die besten Sprinter der Welt geben sich alljährlich ein Stelldichein im Münsterland.

Mögliche Routen wurden schon befahren

Klar ist schon jetzt: Das Profirennen wird 2023 im Rahmen des 375. Jubiläums des historisch einzigartigen westfälischen Friedensschlusses von 1648 in Osnabrück gestartet. Weil die Streckenführung großteils durch den Teutoburger Wald führt, ist der Kreis Steinfurt fett im Boot. Bergmann, der Sportliche Leiter Fabian Wegmann und Streckenchef Leo Bröker waren schon an zwei Tagen unterwegs, um mögliche Routen unter die Lupe zu nehmen.

30 Anfragen von World- und Conti-Teams liegen bereits jetzt vor. „Das ist der Tatsache geschuldet, dass die Radställe im November ihre Saison frühzeitig planen“, erklärt Bergmann. „Großartig!“ Und ein gefühlter Ritterschlag. Münster mischt ganz dick mit im großen Radsportzirkus. Das belegen auch die TV-Zeiten. 195 Stunden Liveschalte – Eurosport, der WDR oder auch Anstalten in Belgien, Frankreich oder Afrika waren auf Sendung. Viel mehr als in den vergangenen Jahren. Und es gibt Luft nach oben. Stillstand ist Rückschritt. Fremdwörter für Bergmann und seine rührige Crew.

Für die 17. Auflage haben sich die Macher zu Weihnachten etwas Besonderes überlegt. Für das Rennen der Jedermänner und Jederfrauen können Gutscheine gekauft werden, die sich ganz gut unter dem Bäumchen daheim machen. Informationen dazu unter:

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