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Ruder-Bundesliga: Zweiter Sieg im zweiten Rennen

Münster-Achter schnurgerade auf Titelkurs

Münster

Es war ein ganz enges Rennen für die schnellen Ruder-Achter auf Wasserstraßenkreuz in Minden. Spur halten war das erste Gebot auf dem Mittellandkanal – rechts und links von den Booten rauschten die Spundwände in Haaresbreite vorbei. Kein Problem für den Münster-Achter, der auch den zweiten Wettkampftag in der Ruder-Bundesliga souverän und dann doch ohne enge Rennen für sich entschied.

-ag-

Eng war die Bahn in Minden – nicht jedoch die Rennen, die vom RVM-Achter jederzeit dominiert wurden. Foto: Alex Pischke

Irgendwann muss man sich entscheiden: Die Athleten im Münster-Achter hätten sich allzu gerne etwas mehr Zeit auf der Strecke gelassen, um diese besondere Stimmung und die spezielle Architektur auf dem Mindener Wasserstraßenkreuz zu genießen – legten den Fokus dann aber doch wie geplant auf Vollgas. Mit Erfolg: Auch am zweiten Wettkampftag der dreiteiligen Sprint-Bundesliga-Serie führte kein Weg am Achter des RV Münster vorbei, in keinem Rennen zu keiner Zeit. Eng ging es auf der Bahn zu, nicht jedoch beim Zieleinlauf.

Schlüter für Schwinde

Da nutzte es der Konkurrenz auch nicht, dass kurzfristig Henri Schwinde krankheitsbedingt im Boot des Tabellenführers ersetzt werden musste – eigentlich eine unverzichtbare Powerbank im Maschinenraum des RVM-Bootes. Doch auch Ersatzmann Aaron Schlüter erwies sich als absoluter Hochkaräter und Tempotreiber. „Das hat er mit seinen 20 Jahren super gemacht“, verteilte Mannschaftssprecher Christoph Koebe im Anschluss eines von zwei Sonderloben nach einer kollektiven Galavorstellung seines Bootes. Das zweite ging an Steuerfrau Rena Brüggemann, deren Steuerkünste auf dem schmalen Mittellandkanal gefragter waren denn je. „Da standen die Zuschauer einen Meter entfernt“, beschreibt Koebe das enge Rennen, „aber Rena hat uns schnurgerade ins Ziel gebracht – und das viermal.“ Während einige Konkurrenten unplanmäßig Kontakt zu den Spundwänden aufnahmen, rauschte der Münster-Achter unbeirrt dem Ziel und dem Tagessieg entgegen.

Mit Standgas zur Bestzeit

„Im Zeitrennen waren wir mit Standgas unterwegs, weil wir uns mit der neuen Besatzung erst einfahren wollten.“ Dass Standgas dann zur Bestzeit reichte, war ein erster Fingerzeig auf den weiteren Rennverlauf: Ohne Probleme im Viertelfinale gegen Hanau, souveräner Start-Ziel-Sieg im Semifinale gegen Hamburg und schließlich in der Neuauflage des Finals von Dortmund ein knapper Sieg gegen das schnelle Boot aus Osnabrück. Wobei „knapp“ durchaus Auslegungssache ist: „Es war unser viertes Rennen in gleicher Besetzung, folgerichtig war es dann nur eine Sekunde Vorsprung im Ziel“, fasst Koebe dass überschaubar dramatische Finale zusammen. Eine Sekunde ist sicher kein Fall für ein Foto-Finish, im Gegenteil: Es wird schwer, bei dem Abstand beide Boote auf ein Bild zu bannen.

Allemal sind die Organisatoren des RBL-Finales am 11. September in Münster gut beraten, neben dem Wettkampf auch schon dezent eine kleine Meisterfeier vorzubereiten.

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