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Tennis: Regionalliga

Nach dem Abstieg: Beim 1. TC Hiltrup braucht es mehr Schultern

Münster

Nach vier Partien war das Vergnügen schon wieder vorbei. Ohne Sieg ist der 1. TC Hiltrup wieder aus der Regionalliga abgestiegen, für den Neuling war die dritthöchste Spielklasse eine Nummer zu groß. Doch wie geht es jetzt weiter am Steiner See? Personell wird sich sicher einiges ändern, eine nicht ganz unwichtige Personalie steht schon fest.

-hen-

Florian Bruch stieg mit dem 1. TC Hiltrup ab – und könnte zum Gerüst der neuen Westfalenliga-Truppe gehören. Foto: Wilfried Hiegemann

Es war ein Kurztrip, den der 1. TC Hiltrup da in die Tennis-Regionalliga unternommen hat. Durch die Zweiteilung der dritthöchsten Spielklasse in zwei Gruppen blieben dem Aufsteiger nur vier Partien, nach vier Niederlagen geht es zurück in die Westfalenliga. Nicht ganz unerwartet, dennoch machte sich nach lediglich acht Match-Gewinnen auch etwas Ernüchterung breit am Steiner See. „Die Saison in der Regionalliga war eine gute Erfahrung. Aber wir sind an unsere Grenzen gestoßen“, erklärte der Mannschaftsführer Carlo Bückmann.

Nur einmal, als Gast beim Marienburger SC, hatte Hiltrup nach zwei Einzelsiegen in den Doppeln noch die Chance auf ein Erfolgserlebnis, ansonsten war die Entscheidung stets vorzeitig gegen den TCH gefallen. Trotz der Aufstockung des Kaders war die Qualität der Kontrahenten durchweg zu hoch, nur vier Einzel (Carlos Sanchez Jover, Toby Martin, Bogdan Borza, Matthias Wahl) gewann Hiltrup. Zu wenig. „Es war klar, dass es ein schwieriges Jahr wird. Wir haben Regionalliga-Luft geschnuppert und gemerkt, dass die Resonanz gut ist. Die Anlage bei den Heimspielen war voll, für Regionalliga-Tennis ist Platz in Hiltrup und Münster. Aber dafür müssen wir uns professioneller aufstellen“, sagte Dirk Schulte, Vorsitzender des Vereins und in den vergangenen sechs Jahren auch eine Art Teammanager, der sich um das gesamte Drumherum der Mannschaft (An- und Abreise der Spieler, Unterbringung, Sponsoren) gekümmert hat.

Schulte gibt organisatorischen Part ab

Am Sonntag verkündete der 54-Jährige, dass er den organisatorischen Part abgeben wird. „Das hat nichts mit dem Abstieg zu tun. Aber der zeitliche Aufwand war einfach zu groß“, so Schulte. Wer in seine Fußstapfen treten könnte, ist offen – wie auch die künftige Auf- und Zusammenstellung des Teams. „Wir werden nach den Saisons der zweiten und dritten Mannschaft mal besprechen, was wir machen und was wir wollen“, sagt Schulte, dem eine „Konsolidierung in der Westfalenliga“ vorschwebt. Lokale Kräfte wie Florian Bruch, Julius Hillmann, Lukas Lückemeier oder Felix Timm könnten ein Gerüst aus Münster und dem Münsterland bilden, das punktuell mit ausländischen Spielern an der Spitze verstärkt wird. „Ein Verein wie Hiltrup hat dafür das richtige Setting, es passt eigentlich vieles. Aber die Arbeit muss auf mehr Schultern verteilt werden“, sagt Schulte und meint damit ein Team hinter dem Team. „Wir schauen, wer was übernehmen kann.“ Für eine kleine Neuordnung nach dem Abenteuer Regionalliga.

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