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Fußball: Regionalliga West

Nach vergebenen Chancen – Gerrit Wegkamp gibt sich selbstkritisch

Münster

Nach einem Sieg im Spitzenspiel, so könnte man meinen, herrscht durchweg beste Stimmung. Nicht ganz, Gerrit Wegkamp war nach dem 1:0-Erfolg des SC Preußen Münster gegen den SV Rödinghausen nicht komplett zufrieden, haderte mit den ungenutzten Chancen. Wie wertvoll er aber ist, zeigte sich dennoch.

-tre-

Dieser Querpass kam nicht an, Keeper Tiago Estevao fischt den Ball von Gerrit Wegkamp. Foto: Jürgen Peperhowe

Gerade hatte der Spitzenreiter den ärgsten Verfolger geschlagen. Die Spieler von Preußen Münster hatten sich in der Kurve den verdienten Beifall ihrer Fans abgeholt. Jubel, Trubel, Heiterkeit. Gerrit Wegkamp aber wirkte nicht ganz happy. Eine Woche zuvor hatte er gegen Lippstadt mit einem Doppelpack als Joker perfekte Eigenwerbung betrieben, doch daran konnte er beim 1:0 gegen den SV Rödinghausen nicht anknüpfen. Trotz lauffreudiger Vorstellung, wichtiger Ballgewinne und regelmäßiger Teilnahme am Kombinationsspiel seiner Elf.

Denn da waren diese vier, fünf Szenen vor der Pause, in denen der Angreifer beste Einschussmöglichkeiten etwas zu halbherzig liegenließ. „Ich hätte uns schon in der ersten Halbzeit in Führung schießen müssen“, sagte er selbstkritisch im ersten Satz, ehe er natürlich betonte, wie zufrieden ihn das Ergebnis gegen den Titelrivalen machte. „Umso glücklicher war ich, dass direkt nach dem Seitenwechsel das 1:0 gefallen ist. Der Sieg steht über allem, aber ich hätte eben auch mindestens eins machen müssen“, sagte er.

Wooten fehlt länger

Stürmer werden an Toren gemessen. So einfach ist das. Wegkamp war nie der klassische Knipser, wie es vielleicht sein Stammplatz-Rivale Andrew Wooten ist. Seinen Wert hatte der 29-Jährige dennoch immer. Nach sieben Joker-Einsätzen stand er gegen den SVR erstmals in der Startelf – da hätte ein Erfolgserlebnis gut getan. Weitere Chancen wird es aber wohl geben. „Vielleicht mache ich dann einfach nächste Woche eins“, lächelte er. Bei Alemannia Aachen wird er erneut beginnen. Bei Wooten dauert der Muskelfaserriss wohl doch länger, wie Coach Sascha Hildmann verriet. „Drei, vier Wochen“ müsse er auf den US-Amerikaner verzichten. Umso wichtiger ist es dem Trainer, Wegkamp das nötige Selbstvertrauen für diese Phase zu schenken.

„Ja, ich werde mal mit ihm reden. Auch ältere Spieler brauchen Zuspruch“, so der Pfälzer. „Die Chancen muss er aber auch erst mal haben. Er hatte sie. Ich hätte mir dann halt gewünscht, dass er etwas ruhiger ist, den Ball mal runternimmt, sich ein, zwei Kontakte mehr nimmt. Aber in so einem Spitzenspiel ist auch Druck drin.“

Nächster Anlauf auf dem Tivoli

Vor allem die Szene nach einem Ballgewinn von Thorben Deters beschäftigte Hildmann noch. „Da hätte Gerrit zwei Schritte gehen können, hat aber zu früh geschossen.“ Bei anderen Gelegenheiten nahm er den Routinier in Schutz. „Wenn der Ball vorher auftitscht, ist der Abschluss oft auch schwer.“ Der 50-Jährige weiß: Auf dem Tivoli kann die Welt wieder anders aussehen.

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