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Fußball: Frauen-Landesliga

„Nicht eingeplant“: Aufsteigerinnen Aasee und Borussia holen erste Siege

Münster

Kein Spieltag wie jeder andere in der Fußball-Landesliga, in der die fünf münsterschen Clubs zwölf von zwölf möglichen Punkten holten. Ein Derby verhinderte eine noch höhere Ausbeute.

Von Ansgar Griebel

Tabea Thoma (Mitte) schoss BW ins späte Glück. Foto: Ewald Freitag

Aufstand der Aufsteigerinnen in der Landesliga: BW Aasee gewann mit einem Last-Minute-Treffer bei Arminia Ibbenbüren II ein Spiel, das nicht zu gewinnen war – und Borussia Münster schenkte Tabellenführer TuS Recke gleich vier Treffer ein. Für die beiden Neulinge war es nach Unentschieden und Niederlage zum Auftakt jeweils der erste Dreier in der neuen Spielklasse. Den fuhr auch die Reserve von Wacker Mecklenbeck ein – allerdings mit deutlich weniger Aufwand. Wacker verbuchte den Sieg kampflos, weil der SC Gremmendorf das Derby personell schwer gebeutelt absagen musste. Einzig GW Amelsbüren trat als Wiederholungstäter in Erscheinung und sicherte sich mit dem 1:0 (1:0) gegen TuRo Darfeld durch ein Tor von Katharina Rozmiarek (25.) bereits den zweiten Saisonerfolg.

BWA-Trainer Kolja Steinrötter war 90 Minuten lang hinreichend von seinem Team begeistert, das gegen den hohen Favoriten ungewohnte Defensivqualitäten an den Tag legte. „Das ist eigentlich nicht unser Spiel, aber da hat die Mannschaft mit viel Leidenschaft verteidigt.“ Nach vorne ging an diesem Tag wenig bis nichts, drei Torschüsse, davon einen mit Potenzial, hatte Steinrötter ausgemacht – ehe in Minute 90.+2 Tabea Thoma einen Freistoß zum 1:0 (0:0) ins Tor und ins Herz des Gegners beförderte. „Da tat mir Ibbenbüren fast schon leid“, so Steinrötter – auch, wenn das im Jubel an der Seitenlinie schwer zu erkennen war. „Die Freude war natürlich riesig. Diese Punkte hatte ich nicht eingeplant. Wir nehmen sie aber gerne.“

Bei Borussia hat alles gepasst

Auch Detlev Rasch, Trainer von Borussia, sagte nicht nein, als nach dem 4:0 (2:0)-Auftritt seiner Mannschaft beim TuS Recke die Punkte verteilt wurden. Nach Treffern von Greta Pauli (2), Saskia Brand und Renee Erfkemper, ging das komplette Set an die Grevingstraße. „Man merkt, dass der Kader sich mehr und mehr füllt“, sagt Rasch hoch zufrieden. Wenn dazu an einem Tag mal „alles passt“, der Gegner „macht, was wir erwartet hatten“ und Torfrau Lea Rüdiger „großartig hält“, ist so ein Überraschungssieg gar nicht mehr so überraschend. „Wir hatten uns tatsächlich etwas ausgerechnet. Recke hat uns den Gefallen getan, sehr offensiv aufzutreten. Da standen wir unter Druck, aber konnten unsere Nadelstiche setzen.“ So einfach kann Fußball sein.

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