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Vereinssport in NRW ist weiter eingeschränkt

Nur Kinder dürfen trainiert werden im Zuge der Corona-Lockerungen

Münster

Kinder bis 14 Jahre dürfen in ihren Vereinen wieder trainieren – in Gruppen mit maximal 20 Personen. Ansonsten ist in NRW weiterhin nur Individualsport erlaubt, mit höchstens fünf Personen. Stadt und Sportbund beraten, je nach Corona-Lage weitere Lockerungen beim Land zu beantragen.

Renée Trippler

Kinder dürfen seit dieser Woche in NRW wieder auf den Sportplatz, auch in Mannschaften. Trainieren dürfen sie draußen und kontaktlos, richtiges Spielen könnte ab dem 22. März möglich sein. Jugendliche und Erwachsene dürfen weiterhin nur ohne Übungsleiter und nur maximal zu fünft Sport treiben. Foto: Imago Images

Gruppentraining ist in Münster für Jugendliche und Erwachsene vorerst weiter verboten. Als vergangene Woche die Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz verkündet wurden, schöpften viele Vereine Hoffnung – Vereinssport ist endlich eingeschränkt wieder möglich. In Münster gilt das aber erstmal nur für Kinder. Denn NRW geht bei den Corona-Lockerungen für den Breitensport ein anderes Tempo, als die Bundesregierung vorgibt.

2o Kinder bis einschließlich 14 Jahre dürfen seit Montag wieder im Freien zusammen trainieren. Das gilt für kontaktfreien Sport, beim Fußball sind etwa Taktikübungen und Torwarttraining erlaubt. „Das gilt natürlich auch für andere Sportarten wie Basketball. Die Frage ist, wie schnell die Vereine ihre Trainingspläne anpassen und danach trainieren können“, sagt der Geschäftsführer des Stadtsportbundes (SSB), Robin Schneegaß.

Was für den Vereinssport entscheidend und vonseiten der Bundesregierung ermöglicht ist, nämlich Sport in Zehner-Gruppen für Jugendliche und Erwachsene, geht in Münster nicht. Hier bleibt es vorerst bei Individualsport – das heißt ohne Trainer oder Übungsleiter – mit maximal fünf Personen aus höchstens zwei Haushalten. Wieder möglich sind seit dieser Woche also etwa Doppel im Tennis, Speckbrettspielen, Rudern oder Golf. In zwei Wochen könnte die Situation anders aussehen: „Wenn wir nicht in eine dritte Welle laufen, könnte ab dem 22. März wieder Kontaktsport draußen und kontaktfreier Sport drinnen möglich sein.“

Grundsätzlich sind weitere Lockerungen möglich. Laut aktueller NRW-Coronaschutzverordnung können diese Kreise und kreisfreie Städte beantragen, „in denen die 7-Tages-Inzidenz nach an sieben aufeinanderfolgenden Tagen und mit einer sinkenden Tendenz unter dem Wert von 50 liegt“.

Stadtdirektor Thomas Paal sagte, man sei im Austausch mit dem SSB und dem städtischen Krisenstab, „um auszuloten, was aus sportlicher Sicht gewünscht, und was möglich ist“. Die regionale Ausnahmeregelung in NRW sei nicht neu, die Stadt sei bislang sehr zurückhaltend mit Forderungen gewesen, laut Paal der richtige Weg: „Wir haben die Situation in Coerde und an einigen Schulen infizierte Schüler, da ist Vorsicht geboten.“

Man folge der Landesvorgabe, nach jedem Öffnungsschritt zwei Wochen abzuwarten, wie sich die Lockerungen auswirken. „Wir sind aber im Gespräch und wenn wir uns auf Forderungen einigen, werden wir die gemeinsam an das Land weitergeben.“

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