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Rad: 16. Sparkassen-Münsterland-Giro

Volles Radsporpaket für Jeden - und das sogar bis 2026

Telgte

Fast schon nebenbei bestätigte Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe am Donnerstag, was viele Radsportfreunde besonders freuen wird. Der Sparkassen-Münsterland-Giro geht in die Verlängerung, weitere Austragungen sind wohl sicher.

Von Alexander Heflik

Der Münsterland Giro wird auch in den kommenden Jahren stattfinden. Foto: Jürgen Peperhowe

Jetzt fehlt nur noch passables Frühherbst-Wetter. Denn nach der Absage des Sparkassen-Münsterland-Giros 2020 sowie der abgespeckten Version des Vorjahres ist nun wieder Radsport total angesagt. Münster, Telgte, Warendorf sind sowas wie die ganz großen Konstanten der diesjährigen Austragung. Mehr noch, das Rennen, eine Co-Produktion der Stadt Münster mit den Kreisen Warendorf, Borken, Coesfeld und Steinfurt sowie den Sparkassen des Münsterlandes geht weiter. Die 16. Auflage war der Abschluss seit der letzten Vertragsverlängerung, nun ließ Münsters Oberbürgermeister die Katze aus dem Sack. Bis 2026 ist der Mix aus Profirennen, Jedermann-Wettbewerben sowie Einlage-Wettkämpfen an diversen Orten gesichert.

„Der Giro ist ein Treiber“, meinte Klaus Richter, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Münsterland Ost. Gemeint war das, was Brigitte Klausmeier, die Warendorfs Landrat Dr. Olaf Gericke vertrat, mit einer Art touristischen Offensive verband: „Alle Städte und Orte freuen sich auf den Giro.“ Bei der Bergwertung in Oelde-Stromberg zum Beispiel, dort gibt es den Blick in die Soester Börde gratis, sagte sie, knapp um die Ecke warten die Hofläden mit ihren Angeboten. Na klar, das Pflaumenmus darf nicht fehlen – als die 16. Auflage des Münsterland-Giros in Telgtes Bürgerhaus vorgestellt wurde, fühlte man sich kurz wie auf einer touristischen Messe. Frei nach dem Motto, fahrt Rad und genießt es genau hier.

Beeindruckendes Starterfeld in Telgte

In Telgte treffen die Profis aufeinander, zehn World-Tour-Teams kommen zum Stelldichein. Die deutsche Weltklasse-Combo von Bora-hansgrohe will auch das vierte von vier nationalen Toprennen gewinnen. Jumbo-Visma, die Nummer eins der Weltrangliste aus den Niederlanden, schickt seine Sprinter vor. Die Belgier von Quickstep hoffen auf den Hattrick in Münster. Wobei Titelverteidiger Mark Cavendish nicht mit von der Partie sein wird. Fabian Wegmann, Sportlicher Leiter des Rennens, gerät ins Schwärmen: „Die ganze Sprinterelite wird am Start sein, es wird keinen Überraschungssieger geben, das Niveau wird sich im Finale nicht von der Tour de France entscheiden.“

Die Anschubhilfe von Telgte: Fabian Wegmann (Mitte) wird von allen am 16. Sparkassen-Münsterland-Giro-Beteiligten vor dem Bürgerhaus in Telgte auf den Weg geschickt. Unter anderem Klaus Richter von der Sparkasse, Rainer Bergmann vom Sportamt, Brigitte Klausmeier vom Landkreis Warendorf, aber auch Telgtes Bürgermeister Wolfgang Pieper und Münsters OB Markus Lewe bringen damit nur den gemeinschaftlichen Aspekt zum Ausdruck. Foto: Jürgen Peperhowe

Ja, ja, fügt auch Rainer Bergmann an. Der Renn-Organisator sah keine Konkurrenz bei der Verpflichtung des Starterfeldes wie im Vorjahr, als der Klassiker Paris-Roubaix ungewöhnlicherweise am 3. Oktober und nicht am Ostersonntag stattfand. „Wir werden große Namen am Start haben.“ Versprach er. Caleb Ewan zum Beispiel, andere werden folgen. Die 200 Weltranglistenpunkte, die in Münster am Ende des Tages vergeben werden, dürften zudem entscheiden, ob bisher erstklassige World-Teams wie Cofidis oder Team Bikeexchange in die Pro-Tour absteigen. Es ist ein echter Showdown der Profisaison.

Ausgebucht sind dabei schon die meisten Rennen der Jüngsten am Schlossplatz in Münster. Während die Jedermänner und Profis durch den Kreis Warendorf strampeln, sind zwei von drei Fette-Reifen-Rennen komplett besetzt. Und der Girolino auf der Zielgeraden vor dem Schluss auch.

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