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Volleyball: 2. Bundesliga

Orderbase Volleys gegen Tabellenführer chancenlos – aber nicht unzufrieden

Münster

Die Orderbase Volleys verlieren das letzte Heimspiel des Jahres mit 0:3 gegen den Tabellenführer TuS Mondorf. Doch vor allem dank einer starken Leistung im zweiten Satz verlassen die Münsteraner die Bühne doch erhobenen Hauptes.

Von Johan Sühling

Wenn Nils Becker (r.) den Ball schlägt, geht man besser in Deckung. Fred Nagel und Dominik Rutke (v.l.) werfen sich zwar mutig in den Ball, konnten die 0:3-Niederlage aber nicht verhindern. Foto: Peter Leßmann

Nils Becker und Jan Danielowski von TuS Mondorf sind verdammt beeindruckend anzuschauende Spieler. Das liegt nicht nur an ihrer Körpergröße (Danielowski misst 1,99 Meter, Becker sogar 2,06 Meter), auch spielerisch sind die beiden Spieler überragend. Alleine gegen die Höhe im Spiel der beiden ist kaum ein Kraut gewachsen. Die Tabellenführung ist für das Team um Becker und Danielowski die logische Konsequenz. Auch die Orderbase Volleys fanden im letzten Heimspiel des Jahres keine Mittel gegen den Gast aus Mondorf. Mit 0:3 (14:25; 24:26; 17:25) unterlagen die Münsteraner.

Auch Münster-Trainer Kai Annacker zollte den Gegnern nach dem Spiel Respekt: „Die beiden sind wohl die besten Angreifer der Liga – Zwei Ausnahmeangreifer.“ Besonders ärgerlich: Lenard Exner, der mit seinen 2,03 Metern der perfekte Gegenspieler für die beiden gewesen wäre, fiel kurzfristig erkrankt aus. „Das war eine Hiobsbotschaft vor dem Anpfiff,“ so Annacker. Für die Heimmannschaft war es dennoch kein komplett verlorener Abend, vor allem der zweite Satz bewies, dass die Gievenbecker durchaus mithalten konnten, als sie den Gegner sogar in die Verlängerung zwangen.

„Zweiter Satz – geiler Satz“

Ganz anders sah es allerdings im ersten Satz aus. Wenig klappte, auch die sonst so gute Annahme der Hausherren produzierte ungewohnt einfache Fehler. Zur ersten technischen Auszeit führte der Gast aus Hessen bereits mit 8:4. Annacker bemängelte vor allem den zu großen Respekt vor dem Top-Gegner: „Im ersten Satz war die Handbremse im Kopf noch angezogen.“ In die zweite technische Auszeit ging es mit einem 9:16, letztendlich holte Mondorf mit 25:14 deutlich den Satzgewinn, Aaron Zumdick setzte den finalen Ball ins Netz.

Doch danach lief es auf einmal für die Volleys. Mit deutlich mehr Feuer starteten die Gievenbecker in den zweiten Satz, was auch vom Publikum lautstark honoriert wurde. „Zweiter Satz – geiler Satz,“ fasste es Annacker passend zusammen. Die Abwehr funktionierte deutlich besser als noch im ersten Satz und sorgte dafür, dass die Hausherren teils deutlich in Führung gingen. Mit 8:4 führten sie zur ersten technischen Auszeit, ließen den Gegner allerdings wieder zurückkommen, kassierten zum 14:14 erstmals den Ausgleich und gerieten in der Folge sogar in Rückstand.

Individuelle Klasse der Gäste überwog

Erneut bewiesen die Orderbase Volleys allerdings Comeback-Qualitäten. In der Crunchtime brachte Fred Nagel seine Mannschaft mit zwei Punkten noch einmal ran. Letztlich machte sich aber wieder die individuelle Klasse der Gäste bemerkbar, die zum 26:24 führte.

Danach war die Luft raus. Die Gastgeber präsentierten sich zwar aktiver als im ersten Satz, konnten aber nicht mit dem Gegner mithalten und unterlagen auch im dritten Satz. Auch dieser fiel mit 17:25 recht deutlich aus. „Wir können trotzdem erhobenen Hauptes die Halle verlassen,“ findet Annacker.

In der nächsten Woche steht für die Orderbase Volleys das wichtige Auswärtsspiel gegen VV Humann Essen an (Samstag, 19.30 Uhr).

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