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Fußball: Westfalenliga

Personell gebeutelter 1. FC Gievenbeck erkämpft sich ein 0:0 gegen GW Nottuln

Münster

Viel Kampf, wenig Chancen – das ergibt ein torloses Remis. Mehr war für den 1. FC Gievenbeck im Westfalenliga-Duell mit GW Nottuln nicht zu holen. Auch weil der FCG personell arg gebeutelt in die letzte Partie des Jahres ging. Die anstehende Pause kommt Trainer Florian Reckels daher durchaus gelegen.

Von Thomas Austermann

Gievenbecks Anton Mand spitzelt den Ball weg, bevor Nottulns Josse Gerick heranrauscht. Am Ende der umkämpften, aber weitestgehend höhepunktarmen Partie gab es beim 0:0 einen Zähler für beide Teams. Foto: Thomas Austermann

Das Fußballjahr beendeten der 1. FC Gievenbeck und GW Nottuln im Westfalenliga-Topspiel torlos. Dank der vielen Gästefans gab es mit 425 Zuschauern eine Rekordkulisse. Das Aufgebot der Münsteraner war mitnichten stattlich – elf Spieler mussten passen. Die letzte Besetzung rackerte mit dem ebenso eifrigen Gast auf dem ramponieren Rasen um die Wette. Spielerisch ging hier nicht mehr viel – höchste Zeit zum Durchpusten für Geläuf und Kicker.

Vor keinem der 14 vorherigen Spiele musste FCG-Trainer Florian Reckels so viel grübeln, weil sich verletzte, gesperrte, erkrankte oder verhinderte Spieler abgemeldet hatten. Nie zuvor war die Bank so dünn besetzt. Mit zwei U-19-Youngstern, Co-Trainer Stefan Bischoff, dem gerade genesenen Johan Scherr und Allan Seferovic aus der Kreisliga-B-Dritten, der 2019/20 vier Westfalenliga-Einsätze für den FCG gesammelt hatte.

Mands frühe Chance

Die in Minute zwei von GWN-Torwart Christoph Hunnewinkel vereitelte Kopfballchance von Anton Mand entpuppte sich als leeres Versprechen. Torszene wie diese plötzliche blieben die Ausnahme. Spielfluss entwickelte sich kaum, weil es nur schwer möglich war, den Ball kultiviert laufenzulassen. Am Willen mangelte es nirgends, auch nicht an Einsatzfreude und Zweikampf-Elan. Die Abwehrreihen waren hier wie da die Prunkstücke. Die drei FCG-Innenverteidiger hatten partout die Ruhe weg und agierten souverän.

Nottulns Kapitän Andre Kreuz auch durch die Bank – nur einmal klaute ihm Christian Keil den Ball und lief frei aufs Tor zu (19.). Sein Linksschuss flog vorbei am Kasten. Eine ähnliche hundertprozentige Chance sollte nicht mehr folgen. Keil bemühte sich unablässig mit einem Riesenpensum um gescheite Attacken, ließ sich oft in die Tiefe fallen und spielte gute Pässe. Andere versuchten es mit dem langen Ball. Nottuln um den wirkungsvollen Sechser Henning Klaus ruhte meistens in sich selbst und wirkte phasenweise fußballerisch planvoller.

Reckels: „Kämpferisch top“

Nach dem Wechsel kamen die schnellen GWN-Offensivkräfte Fabian Schöne und Christian Messing häufiger zu Szenen. Abwehrmann Max Wenning erzielte ein Abseitstor (74.), Messing vergab wenig später die beste Gelegenheit: Als die FCG-Kette ausnahmsweise mal Platz machte, schloss er zu hektisch ab. Und Schönes Versuch wurde von Nico Eschhaus entschärft. Seferovic kam noch und ging sogar in den FCG-Sturm. „Treffen wir in Halbzeit eins, wird das hier ein anderes Spiel“, sagte Reckels, der sein diesmal ungewöhnliches Aufgebot für den großen Zusammenhalt lobte. „Das war kämpferisch top. Wir mussten immer auf die schnellen Nottulner achten.“

Er wusste auch, dass die Pause jetzt dringend gebraucht wird. „Die wird uns definitiv gut tun!“ In das neue Jahr startet der FCG mit drei Auswärtsspielen – die ersten Hürden stehen in Lünen, Hiltrup und Erkenschwick. Das wird sportlich.

FCG: Eschhaus – Beyer, Volmering, Mende – Gerbig (65. Seferovic), Mand, Kurk, Dirks – Fromme (87. Scherr) – Martin, Keil

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