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Fußball: Tribünengespräch

Preußen-Talente und Gievenbeck oben dabei, Nullacht feiert Weber

Münster

Der 1. FC Gievenbeck und die U19 von Preußen Münster erzielten am Wochenende wichtige Siege - beide Teams überzeugten gegen starke Gegner und sind in Westfalenliga und A-Junioren-Bundesliga oben dabei. Bei Münster 08 feiert Trainer Julian Wiedenhöft unterdessen seinen Doppeltorschützen Gunnar Weber.

Von Thomas Rellmann und Camillo von Ketteler

Hannes Brodner (l.) spielt mit Preußen eine starke Runde – nun angelte ihn sich der FCG. Foto: Wilfried Hiegemann

Über den Träumer-Modus konnte Tobias Harink nur müde lächeln. Platz zwei? Teilnahme am Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft? „Auf die Tabelle zu blicken, kann auch gefährlich sein“, sagt Tobias Harink, Trainer der U 19 von Preußen Münster. Sechs Siege und ein Remis aus zehn Bundesliga-Partien, zehn Zähler Vorsprung vor der Abstiegszone – die Jungadler spielen eine bemerkenswerte Saison. Aktuell sind sie Vierter, für eine Nacht standen sie sogar auf Rang zwei. „Das ist schon außergewöhnlich“, sagt der Coach. „Wir wollen die gute Position auch nicht kampflos hergeben, aber einordnen können wir das schon ganz gut.“

Talente spielen sich in den Vordergrund

Nur sechs Begegnungen stehen wegen der verkürzten Serie noch aus, eine davon gegen Spitzenreiter BVB und eine gegen den Zweiten Leverkusen. Beim 1. FC Köln gelang am Samstag ein 2:0-Sieg. Deniz Bindemann erzielte ein Tor und bereitete eins vor. Der 18-Jährige, der eigentlich fest zum Profi-Kader zählt, obwohl er noch in der A-Jugend auflaufen darf, braucht Spielpraxis. Die erhielt er bisher in der ersten Mannschaft nur sehr dosiert. „Er trainiert natürlich weiter oben, dann schauen wir von Woche zu Woche“, sagt Harink, der selbst überrascht von der spontanen Verstärkung war. „Er hat ein Bombenspiel gemacht, das hat Deniz gut getan. Bald greift er wieder in der Regionalliga-Truppe an.“

Doch auch andere aus dem Jahrgang 2003 spielen sich derzeit in der Vordergrund. „Ich traue einigen zu, sich ab Sommer in oberen Ligen durchzusetzen“, sagt Harink. „Wir geben dazu auch Empfehlungen ab.“ Wer einen Profikontrakt erhält oder wer für die U 23 ein Thema ist, entscheidet der Verein. Die externe Konkurrenz hat jedoch offenbar auch schon ihre Fühler nach den Talenten ausgestreckt. So zum Beispiel der 1. FC Gievenbeck, der sich am Montag die Dienste von Hannes Brodner sicherte. Der 18-Jährige sagt: „Ich habe viele Gespräche geführt, aber es war am Ende eine einfache Entscheidung.“ Der Innenverteidiger war von Eintracht Rheine zum SCP gewechselt.

Gievenbeck mit starker Defensive

Schon der Sonntag verlief für den Westfalenligisten erfolgreich. Das 4:1 bei der SpVgg Erkenschwick war ein echtes Ausrufezeichen. Mit einem Sieg im Nachholspiel beim Lüner SV könnten die Münsteraner sogar wieder auf Platz eins springen, weil Tabellenführer SV Rödinghausen II nur 0:0 in Herford spielte. „Wir haben sehr gut verteidigt. Für uns war klar, dass dort der Schlüssel liegen wird“, sagte Trainer Florian Reckels. Der Plan ging auf. Auch weil viel Erfahrung auf dem Platz stand. Rückkehrer Nils Heubrock, der in der Hinrunde lange fehlte, Keeper Nico Eschhaus, Torjäger Christian Keil, dazu Guglielmo Maddente und Daniel Geisler – die Routine zahlte sich aus. „Wir hatten eine gute Mischung“, sagte Reckels, der die junge Garde auch nicht vergaß, die Brodner künftig verstärkt.

Für Gievenbeck steht nun eine englische Woche an. Samstag das Derby gegen Kinderhaus, Dienstag das in Hiltrup, sonntags dann das Nachholspiel beim LSV. Offenbar hat das Team passend Schwung aufgenommen.

Weber hört auf seinen Coach Wiedenhöft

„Ich bin morgens aufgestanden, geiles Wetter, gucke mir ein geiles Spiel an und habe ein geiles Ergebnis dabei“ – Julian Wiedenhöft, Trainer des SC Münster 08, äußerte seine gute Laune nach dem 2:0 des Bezirksligisten gegen Emsdetten 05 in gewohnt lockerer Weise. Beim „bitter nötigen“ Sieg konnte sich der Coach einmal mehr auf Torjäger Gunnar Weber verlassen – und das scheinbar sogar mit Ansage. „Das habe ich ihm mitgegeben“, berichtete Wiedenhöft. „Ich habe von ihm einen Doppelpack erwartet, damit er endlich zweistellig in der Torjägerliste steht.“ Gesagt, getan. „Das mag man ja als Trainer“, freute sich Wiedenhöft, „wenn die Spieler auf einen hören.“

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