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50 Jahre Sportlerwahl in Münster

Preußen und USC, Brummel und Stüer – und zweimal Klimke

Seit 50 Jahren gibt es die Sportlerwahl in Münster. Sie hat zahlreiche prominente Sieger hervorgebracht. Athleten und Athletinnen von höchster internationaler Klasse, Mannschaften auf dem Höhenflug und talentierten Nachwuchs. Eine Übersicht der Erfolgreichsten offenbart prägende Erinnerungen.

Von Alexander Heflik

Wurde viermal zum Sportler des Jahres gewählt: Dr. Reiner Klimke, hier bei den Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles mit seinem Gold-Pferd Ahlerich Foto: Imago/Werek

Also sprach erst Zarathustra – und dann auch das wählende Volk: Die Wahl zum Sportler des Jahres 2021 geht auf die Zielgerade. Bis zum letzten Tag des Januars kann abgestimmt werden. Zum Beispiel klassisch, analog und per Post. Nicht lange fackeln also und Ihre Favoriten wählen. Hier können Sie online abstimmen.

„Best Ager“ mit 50 Jahren

Dabei ist die Sportlerwahl mittlerweile ein „Best Ager“, 50 Jahre alt. Gefeiert wurden am Ende des Wahlprozesses manches Mal lokale Sportskanonen wie auch Athleten von internationaler Bedeutung bis hin zu Weltmeistern oder Olympiasiegern. Dr. Reiner Klimke gewann die Wahl zwischen 1974 und 1988 gleich viermal. Vielleicht hätte der sechsfache Goldmedaillengewinner im Dressurreiten auch sechs Sportlerwahl-Triumphe gefeiert – wäre die Abstimmung zwischen 1984 und 1986 nicht ersatzlos ausgefallen. Klimke, der lange Zeit der erfolgreichste deutsche Olympionike war und dann von der Kanutin Birgit Fischer abgelöst wurde, brachte mehr als nur internationalen Glanz in diese Abstimmung. Alles glänzte in Gold.

Von Blau bis Schulze Niehues

Siebenmal gewannen Fußballer die Wahl, angefangen bei Rolf Blau bis hin zu Torwart Max Schulze Niehues. Es waren stets Preußen-Spieler, keiner konnte ein zweites Mal diesen prestigeträchtigen Titel holen. Anders Philipp Stüer: Der Ruderer vom RV Münster war einer der großen Lieblinge beim abstimmungsfreudigen Publikum, er, der Weltmeister und Olympiastarter siegte siebenmal zwischen 1997 und 2007. Beim SC Preußen hätte er wohl im zentralen Mittelfeld gespielt und ein Jahrzehnt lang die Kapitänsbinde getragen.

Volleyballerinnen gegen Schwimmerinnen

Auch gut, 1993 erhielten dann Frauen ihre eigene Wahl-Kategorie. Was anfangs vor allem ein Duell Volleyballerinnen gegen Schwimmerinnen war, Beate Bühler, Ariane Radfan und Ulrike Schmidt siegten in den ersten drei Jahren, ehe die Schwimmerin Ina Hüging zum lupenreinen Hattrick von 1996 bis 1998 ansetze. Das änderte sich dann bald. Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke startete ihre Siegesserie, das war 1999. Weitere zehn Siege bei der Sportlerwahl folgten, der letzte 2018. „Ingrids Eleven“.

Und bei den Teams? Da gewann jeder Club, der etwas auf sich hält, schon einmal. Die goldenen 90er Jahre des USC Münster spülten die Volleyballerinnen hervor, die Schwimmer der SGS Münster konterten, später folgten auch Ruderer, der SC Preußen und zuletzt die auf einem Höhenflug befindlichen WWU Baskets „aka“ UBC Münster.

Brummel siegt in drei Kategorien

Einem allerdings gelang, was sonst keiner schaffte: Felix Brummel. Der Ruderer, der nach der verpassten Olympia-Qualifikation für die Sommerspiele in Tokio seine Karriere beendete, gewann in drei unterschiedlichen Kategorien insgesamt viermal. Brummel wurde gemeinsam mit Sven Ditzel zum Juniorsportler des Jahres 2012 gewählt, drei Jahre später wurde das Duo als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet, ehe 2016 und 2019 Brummel in der Sportler-Kategorie als Solist triumphierte. Stark.

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