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Rad: 30. Auflage von „Rund um die Marktallee“

Wieder großer Kreisverkehr in Hiltrup - mit einem Novum

Münster

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Getreu diesem Motto gibt es am 10. Juni in Hiltrup nach einer Pandemie-Pause wieder den großen Kreisverkehr. Die 30. Auflage des Radrennens „Rund um die Marktallee“ ist dabei nicht nur Männersache.

Von Wilfried Sprenger

Packende Rennen erwarten die Zuschauer am 10. Juni im Herzen Hiltrups. Foto: Rene Penno

Drei lange Jahre drehten sich die Reifen im Herzen Hiltrups nicht. Die Pandemie sog den Radsportlern sozusagen die Luft aus den Schläuchen. Stillstand. Und die bangen Fragen: Wann geht es weiter? Und geht es überhaupt weiter? Inzwischen gibt es Antworten, es sind gute Nachrichten. Ja, das Spektakel auf zwei Rädern nimmt wieder Fahrt auf.

Am 10. Juni geht der Amateur-Klassiker „Agravis-Cup – 88-mal um die Marktallee“ in seine nächste Auflage. Es ist die 30. und wird von den Verantwortlichen „als kleines Jubiläum“ umschmeichelt. „Mit den Behörden sind die Dinge geklärt, alle Ampeln stehen auf Grün“, sagte Gideon Schwarze, Vorsitzender des veranstaltenden und somit federführenden RSV Münster. Als Hauptsponsor und Namensgeber hält der Agravis Baustoffhandel, der seit 2016 im Boot ist, dem langen Rennabend die Treue. Geschäftsführer Herbert Schmid spürt längst „eine große Vorfreude aller Beteiligten“.

Frauen starten erstmals in Hiltrup

Beim Comeback auf der Marktallee rücken erstmals auch die Frauen in den Fokus. Bei ihrer Premiere werden sie direkt in der ersten Konkurrenz (17.30 Uhr) gemeinsam mit den U-17-Fahren auf den Rundkurs geschickt. „Vom Leistungsvermögen passt das“, erklärt Joachim Wiens, Fachwart Rennsport im RSV.

Mit der Novität trägt der Veranstalter dem steigenden Interesse der Frauen am Rennsport Rechnung. „Das ist ja schon seit einiger Zeit zu beobachten, auch unser Verein hat während der Pandemie Zuwachs erfahren“, stellt Schwarze fest. Der RSV-Chef rechnet mit 20 bis 25 Starterinnen und hat sich mit seinem Team auch noch ein Schmankerl ausgedacht: Vor dem Hauptrennen, das um 20.30 Uhr beginnt, gibt es für die Frauen auch noch eine Derny-Konkurrenz.

Fabian Wegmann: Pandemie sorgt für Boom

Seit März laufen die Vorbereitungen für den Rennabend. Es ist ein vergleichsweise kleines Zeitfenster. Inzwischen sind die Ausschreibungen unterwegs, nun wartet der RSV auf Rück- und Anmeldungen. Schwarze hat keinen Zweifel, mit der Wiederaufnahme der Traditionsveranstaltung den Nerv vieler Sportlerinnen und Sportler zu treffen: „Ich bin sicher, dass wir die Zahlen von 2019 erreichen und vermutlich sogar übertreffen.“

Ex-Profi Fabian Wegmann, inzwischen zweiter Vorsitzender des RSV, springt ihm zur Seite: „Unser Sport hat in der Pandemie einen großen Boom erlebt. Die Leute haben Lust, aufs Rad zu steigen und sich in Hiltrup vor Publikum zu zeigen.“ Wegmann stellt die Wertigkeit der Veranstaltung mit den Laufradrennen und dem Fette-Reifen-Wettbewerb als besonderes Erlebnis „gerade auch für die jungen Leute und den Nachwuchs“ heraus.

Der Münsteraner Lennart Dress geht aussichtsreich in der U-17-Konkurrenz an den Start. Foto: Michael Grottendieck

Lennart Dress (17) ist schon ein ganzes Stück weiter als die „Kids“. Das Talent aus den Reihen des RSV zählt im U-17-Rennen zum Kreis der Favoriten. Der schwierige, weil technisch sehr anspruchsvolle Kurs kommt dem Münsteraner entgegen. Natürlich fiebert auch er „dem Heimrennen in Volksfeststimmung“ entgegen. Dazu sind die Runden um die Marktallee auch Generalprobe für die Deutschen Bahnmeisterschaften eine Woche später im Kaarster Stadtteil Büttgen. Dort strebt der junge Mann, Mitglied im Landeskader NRW, im Vierer-Wettbewerb einen Podestplatz an.

Es ist alles gerichtet für die große Rad-Show in Hiltrup. „Nun“, sagt Gideon Schwarze, „muss eigentlich nur noch das Wetter mitspielen.“

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