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American Football: Oberliga

Rastlose Mammuts auf der Zielgeraden

Münster

Mammuts sind Herdentiere – je mehr, desto besser. Die Münster Mammuts marschieren derzeit allerdings eher in einer Kleingruppe durch die Spielzeit, die sechs Wochen nach ihrem Start an dem bevorstehenden Wochenende schon wieder endet. Keine Atempause für den stetig schmelzenden Kader – und einerseits froh ist, wenn die Saison beendet ist, andererseits aber auch mit viel Freude die Rückkehr auf den Platz gefeiert hat.

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Mammut Tim Bange (M.) wirft sich hier Blackhawk Clemens Schuldt (l.) in den Laufweg. Foto: Peter Leßmann

Während die Münster Blackhawks in der American-Football-Oberliga schnurgerade auf ein fulminantes Saisonfinale am 9. Oktober gegen den Nachwuchs des Bundesligisten Cologne Crocodiles zusteuern, sehen die Mammuts an diesem Samstag schon dem Abschluss dieser aus dem Coronadruck heraus zur „Ersatzsaison“ geschrumpften Spielzeit entgegen. Um 16 Uhr empfangen Trainer Sascha Krotil und seine starken Jungs am Schiffahrter Damm die Aachen Vampires – und dürften gegen das abgeschlagene Schlusslicht ihre Saisonbilanz mit dem dritten Sieg im sechsten Spiel ausgeglichen gestalten. Wie zuletzt allerdings unter der Voraussetzung, dass die Mammuts überhaupt eine einsatzfähige Herde zusammentrommeln können. „Das klappt schon“, gibt Krotil Entwarnung und meldet ein Team einsatzbereit, das mit schmalem Kader, aber großer Freude auch diesem sechsten und letzten Spiel entgegensieht.

Kräfte- und Personalverschleiß

Doch der Kräfte- und Personalverschleiß in dieser Spielzeit drückte nicht nur ein wenig auf die Stimmung, sondern vor allem naturgemäß auch auf die Performance der Truppe, die schon beim Derby am Wochenende (7:12 bei den Blackhawks) nur mit Müh und Not und einigem Improvisationstalent ein Team auf den Platz schicken konnte.

Trainer Sascha Krotil kann der Express-Spielzeit allerdings auch positive Aspekte entlocken: „Ganz ehrlich, aus einer eher bescheidenen Corona-Vorbereitung heraus eine Saison mit fünf Spielen in fünf Wochen, das ist schon schwierig. Zumal nur wir dieses Tempo gehen mussten – unser freier Spieltag steht erst nach dem sechsten und letzten Spiel an, alle anderen hatten ihre Verschnaufpause zwischen den Einsätzen“, so das vorweggenommene Saisonfazit, das der Mammuts-Trainer aber keinesfalls als verkniffene Abrechnung sehen will. „Nein, alle haben sich gefreut, dass wir wieder spielen konnten. Und durch die Verletzungen konnten wir viel lernen, einige Rookies konnten sich sehr gut entwickeln. Das ist unter dem Strich schon in Ordnung.“ An diesem letzten Spieltag stoßen auch einige Spieler aus der U-19-Auswahl der Mammuts dazu – die ihrerseits aus Personalmangel heraus ihre Saison vorzeitig beenden mussten.

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