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Fußball: Tribünengespräch

Westfalia, Borussia und BW Aasee müssen raus aus der Abwärtsspirale

Münster

Der Abstiegskampf hat so seine Tücken, doch aufgeben kommt von der Westfalen- über die Landes- bis in die Bezirksliga nicht infrage. Westfalia Kinderhaus macht schwere Zeiten durch, Borussia Münster fehlt das Glück – und BW Aasee Personal und Punkte.

Von André Fischer

Mehr als nur Symbolik: Foto: Peter Leßmann

Im ABC der Fußballfloskeln steht diese Weisheit weit oben: „Das zweite Jahr ist immer das schwerste.“ Nach dem coronabedingten Abbruch in der Spielzeit 2020/21 scheint beim Blick auf die Tabelle der laufenden Serie an dieser „Erkenntnis“ zumindest aus Sicht von Westfalenligist Westfalia Kinderhaus was dran zu sein. Bis auf Rang 13 ist das Team von Trainer Holger Möllers abgerutscht. Droht Ungemach?

„Ich habe keine Bedenken, wir arbeiten gut, werden aktuell nur nicht belohnt“, sagt Massih Wassey. Der Ex-Profi ist eine Führungsfigur im Team, an dem 33-Jährigen orientieren sich die zahlreichen jungen Kicker. Denn Kinderhaus ist nach wie vor ein Hort für den talentierten Nachwuchs. Die Mischung aus jugendlichem Leichtsinn gepaart mit geballter Routine passt im Norden des Stadtzentrums. Unweigerlich zu erkennen ist indes ein Abwärtstrend in den vergangenen Wochen. Der letzte Dreier datiert vom 12. Dezember 2021 beim 4:0 gegen Fichte Bielefeld. Es folgten sieben sieglose Spiele, von möglichen 21 Zählern sammelte die Westfalia nur zwei (2:2 gegen GW Nottuln, 2:2 in Rödinghausen).

Massih Wassey

„Wenn ich den Elfer reinmache, gewinnen wir das Spiel“, sagt Wassey mit Blick auf seinen Fehlschuss im Derby beim TuS Hiltrup (0:2) am Sonntag vom Punkt aus. „Hätte, hätte, Fahrradkette“ – die bittere Realität heißt Abstiegskampf. Aber: „Ich habe nach dem Spiel mit einigen Jungs gesprochen. Da ist niemand dabei, der den Kopf in den Sand steckt. Und Angst haben wir sowieso nicht.“ Wassey und Co. sind selbstbewusst genug, die Dinge früh genug in die richtigen Bahnen zu lenken. „Wir haben ein tolles Team, ich fühle mich sehr wohl hier.“ Nicht unmöglich, dass der zweimalige kanadische Nationalspieler seinen Vertrag verlängert. Den Klassenerhalt mal vorausgesetzt.

Sand im Getriebe

Viel Sand im Getriebe haben sie in dieser Saison auch bei Landesligist Borussia Münster. Punkte gehen mitunter auf der Zielgeraden der 90 Minuten flöten. Gegen den SC Altenrheine klingelte es auswärts unlängst in der vierten Minute der Nachspielzeit im Kasten – 2:2. Das tut weh. „Wir sind jetzt bald dran“, ist sich Trainer Yannick Bauer sicher. Er wurde am Samstagmorgen positiv auf das Coronavirus getestet und dufte sich die Partie daheim im Wohnzimmer ansehen. Ziemlich nervenaufreibend, wie er zugab. Ähnlich wie Kinderhaus hat es die Borussia in der eigenen Hand, für klare Verhältnisse zu sorgen. Ein Vorteil. Und mal ehrlich: Bauer möchte das Feld bei seinem Abschied gen SC Greven 09 seinem Nachfolger Henry Hupe nicht mit einem Abstieg überlassen.

36 Punkte sind für Bezirksligist BW Aasee noch zu holen. Das hat Trainer André Kuhlmann seinen Jungs nach der 1:3-Niederlage beim SC Münster 08 in der Kabine deutlich gemacht. „Wir können jetzt aufgeben und alles liegenlassen, oder wir greifen noch mal richtig an.“ Aktuell beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz sechs Zähler (Nullacht). Personell pfiff Blau-Weiß mal wieder aus dem letzten Loch. Und doch sträubte sich das Kollektiv mit allen Mitteln im ersten Abschnitt gegen eine Niederlage. Ole Goldbeck und Abdelsalam Noureldin hatten die Führung auf dem Puschen. „Später gingen uns die Körner aus“, so Kuhlmann, frustriert, aber alles andere als resignierend.

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