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K+K-Cup: Erste Qualifikation zum Großen Preis

Schulze Topphoff siegt im Herzschlagfinale

Münster

Dieses Stechen war nichts für schwache Nerven. Hatte Marie Ligges noch um Haaresbreite die Bestzeit von Jan Wernke verpasst, knackte Philipp Schulze Topphoff als letzter Starter die Vorgabe um gerade einmal sechs Hundertstel – zack, und der Heimsieg war perfekt in der Halle Münsterland.

Henner Henning

Sieger in der Qualifikation zum Großen Preis: Philipp Schulze Topphoff und Concordess. Foto: Jürgen Peperhowe

Gut, dass es sich Philipp Schulze Topphoff dann doch zweimal überlegt hat. Vor dem Stechen in der Qualifikation zum Großen K+K-Preis von Münster hatte der Springreiter des RV Roxel einen Verzicht erwogen – mit Blick auf das Weltcup-Turnier in der nächsten Woche in Leipzig. Doch dann entschied er sich für einen Start und lag damit goldrichtig.

In einem wahnsinnig spannenden Stechen knackte der amtierende U-21-Europameister mit Concordess als letzter der 16 Starter im Stechen die Vorgabe von Jan Wernke um sechs Hundertstel und verhinderte damit dessen Titelverteidigung. Im Vorjahr hatte Wernke mit Queen Mary diese Prüfung gewonnen, 2018 war er Zweiter geworden. „Gastgeschenke wollte ich keine verteilen“, sagte Schulze Topphoff, der mit seiner zehnjährigen Stute eine nahezu perfekte Runde und dabei jede Linie optimal erwischt hatte. „Nur so war Jan zu schlagen, er war ja brutal schnell.

Das war der 30-Jährige aus Holdorf in der Tat. Als fünfter Starter hatte Wernke mit seiner 18-jährigen Stute Queen Mary – das Duo hatte im Dezember noch den Großen Preis von Frankfurt für sich entschieden – die bis dahin bestehende Bestmarke von Markus Renzel mit C-Steffra (36,68 Sekunden) deutlich unterboten und mit seinen 34,95 Sekunden eine Aufgabe gestellt, die lange keiner lösen konnte – weder die stets schnellen Felix Haßmann mit Balance noch Tobias Meyer mit Queentina oder Johannes Ehning mit C-Jay, der gerade einmal 73 Hundertstel an Wernkes Zeit vorbeischrammte. Und als die 20-jährige Marie Ligges aus Herbern mit Curly Sue um einen Wimpernschlag von fünf Hundertsteln langsamer war, schien Wernkes zweiter Triumph nach 2019 perfekt.

Schien, denn dann kam Schulze Topphoff. „Der Schnellste gewinnt, und das war diesmal Philipp. Aber ich bin total zufrieden, Queen Mary war unglaublich“, sagte Wernke.

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