1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Sextett aus Münster dabei, Tjorven Schneider sitzt im Achter

  8. >

Rudern: U-23-Weltmeisterschaft

Sextett aus Münster dabei, Tjorven Schneider sitzt im Achter

Münster

Ferien ja, Urlaub nein: Für die sechs jungen Ruderinnen und Ruderer des RV Münster hat schulfrei derzeit so gar nichts mit Freizeit zu tun, im Gegenteil. Das Sextett rudert von morgens bis abends – noch in Berlin, Ende des Monats in Varese. Und das Ganze ohne Bedauern, sondern mit größtem Vergnügen: Es geht zur Weltmeisterschaft.

Von Ansgar Griebel

Dieses RVM-Septett reist von Berlin direkt zur WM nach Varese: (v. l. n. r.) Sara Grauer, Tjorven Schneider, Trainer Thorsten Kortmann, Vincent Kuhn, Kieran Holthues sowie David und Emanuel Wieczorek. Foto: RVM

Die Frage, ob Berlin eine Reise wert ist, stellt sich für die jungen Ruderer und Ruderinnen aus Münster derzeit gar nicht. Berlin lohnt sich immer – aktuell mehr denn je. Der Aufenthalt in der Hauptstadt wird Tjorven Schneider, Sara Grauer, Kieran Holthues, Vinzent Kuhn sowie David und Sebastian Wieczorek aber vor allem deswegen in Erinnerung bleiben, weil Berlin trotz aller Reize und Sehenswürdigkeiten letztlich nur eine Durchgangsstation ist auf dem Weg ins italienische Varese. 50 Kilometer nördlich der Mode-Metropole Mailand wird das Sextett aus Münster vom 25. bis zum 31. Juli den Deutschland-Adler auf dem Rennanzug als letzten Schrei präsentieren.

Seit Mittwoch sind auch die Sitzplätze in der deutschen Armada verbindlich vergeben – ab sofort trainieren die Aktiven des RV Münster in Berlin vor allem in den Booten, die sie bei der U23-WM in Italien auch schnellstmöglich ins Ziel rudern sollen. Für Tjorven Schneider ist dies das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes, der Achter. Nach allen Testbootrennen und Ergo-Tests reservierten die Bundestrainer der jungen Münsteranerin den erträumten Platz im Großboot.

Wieczorek-Zwillinge erstmals getrennt

Sara Grauer sicherte sich mit fast identischen Werten einen Platz im gesteuerten Riemen-Vierer. Gemeinsam sind erneut Kieran Holthues und Vinzent Kuhn unterwegs, die bereits als Deutschlands schnellster Zweier ihrer Altersklasse angereist waren und dieses Prädikat in Berlin eindrucksvoll bestätigen konnten – eine Medaille ist diesem deutschen Duett durchaus zuzutrauen.

Dafür gehen die Zwillinge David und Emanuel Wieczorek erstmals getrennte Wege: Während Steuerbordausleger Emanuel im DRV-Vierer mit Steuermann gesetzt ist, bleibt Backbord-Mann David „nur“ die Rolle als Mann für alle Fälle – sobald in einem der deutschen Riemenboote ein Ruderer ausfällt schlägt seine Stunde.

Bis zum 24. Juli werden die Abläufe in den Booten noch veredelt, dann geht es direkt von Berlin aus zu den Titelkämpfen nach Varese.

Hopf-Brüder geben Premiere für Deutschland

Bereits am Wochenende ist RVM-Ruderer Jasper Angl wieder für den deutschen Verband im Einsatz, wenn er beim Weltcup in Luzern mit dem neu formierten Deutschland-Achter den überraschenden Siegeszug fortsetzen will. Schon bei der internationalen Feuertaufe beim Weltcup in Posen fuhr die junge Besatzung ihren Premierensieg ein, in der Schweiz soll jetzt der zweite Streich erfolgen.

Wasserdicht ist inzwischen auch der Termin für den ersten Wettkampfeinsatz im Nationaltrikot für die Zwillinge Daniel und Sebastian Hopf (15 Jahre), die Deutschland beim Baltic-Cup im dänischen Aarhus vertreten dürfen.

Startseite
ANZEIGE