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Badminton: Oberliga

Sieg erspart jede Rechnerei – SC Münster 08 im Abstiegsfinale unter Druck

Münster

Was für ein Finish: Der SC Münster 08 trifft im letzten Spiel am Sonntag auf den BC Phönix Hövelhof II. Ein Duell mit besonderer Note: Wer gewinnt, bleibt drin, wer verliert, steigt ab. Aber selbst bei einem Unentschieden gibt es noch Hoffnung.

Von André Fischer

Heiß auf das Finale gegen den Foto: David Matthäus

Krude Rechenspiele. Was passiert, wenn ...? Knapp sieben Wochen lang dürften sich die Badmintonspieler des SC Münster 08 den Kopf darüber zermartert haben, wohin die Reise geht. Ganze 49 Tage liegen zwischen der bis dato letzten Oberliga-Partie am 30. Januar und dem alles entscheidenden Duell am kommenden Sonntag um 11 Uhr in der Halle Ost gegen den BC Phönix Hövelhof II. Ein Duell, in dem der Absteiger in die Verbandsliga zwischen dem punktgleichen Sechsten und dem Siebten im Ranking ermittelt wird. Aktuell raus: Nullacht, das im finalen Kräftemessen mit den Gästen aus dem Kreis Paderborn unbedingt einen Sieg braucht. Es wäre erst der dritte in einer Spielzeit, die getrost zu den Akten gelegt werden kann. So simpel kann es denn doch sein.

Absturz soll sich nicht wiederholen

Die Erinnerungen an den Absturz 2016 sind noch nicht gänzlich verblasst. Als abgeschlagenes Schlusslicht mit gerade mal drei Pünktchen ging es die Treppe hinunter. Der einzige Erfolg datierte vom 28. Februar beim 6:2 gegen den 1. BV Mülheim III. In dieser Spielzeit kamen Gordon Teoh und Co. so gar nicht aus den Hufen. Teoh, der inzwischen Bannwitz heißt, und Kapitän Stefan Oertker, mittlerweile Dudenhausen, waren damals wie heute dabei. „So etwas wollen wir nicht noch einmal durchmachen“, gibt Dudenhausen durch die Blume zu verstehen, dass im Heimspiel am Sonntag nur das durchgedrückte Gaspedal zählt.

„Wir denken seit Wochen an nichts anderes“, sagt der wissenschaftliche Mitarbeiter der FH Münster, der sich jetzt intensiv drei Wochen lang mit Tim Porps, Jan Helmchen, Bannwitz und Laura Flühmann auf das Finale vorbereitet hat. Wer als zweite Frau in den Kader rutscht, wollte Dudenhausen noch nicht verraten. Außen vor sind weiterhin die eigentlichen Stammkräfte Elisa Spreemann (schwanger) und die verletzte Corinna Moser.

Vier zeitgleiche Spiele

Die vier Spiele in der Oberliga gehen am Sonntag zeitgleich über die Bühne. Münster 08 und Hövelhof werden mit einem Ohr in Datteln sein, dort trifft der TV als bereits feststehender Absteiger auf Mülheim III. Die Ruhrgebietler haben als Fünfter nur einen Zähler mehr auf dem Konto und könnten im Falle einer überraschenden Niederlage und einer gleichzeitigen Punkteteilung im spannenden Abstiegskrimi an der Manfred-von-Richthofen-Straße der große Verlierer sein – die nackten Zahlen sprechen gegen die Drittvertretung.

Laut Spielordnung entscheiden nach Punkten die Spiele – und da hat Mülheim derweil die schlechtesten Karten. „Ja, wir werden über den Spielstand informiert sein“, sagt Dudenhausen. Ob das von Vorteil ist? „Nein, wir müssen unsere Hausaufgaben machen.“ Es bleibt zumindest im Falle eines Remis ein Hintertürchen offen.

Zuschauer willkommen

Zuschauer sind zum Showdown willkommen. Es greift die 3G-Regel. „Wir sind auf unserem Parkett spielstark und motiviert. Ich glaube, das könnte für uns sprechen“, glaubt Dudenhausen. Aber er weiß auch, dass die lange Pause nicht unbedingt förderlich war. „Der Rhythmus geht schon etwas verloren.“ Dabei hatte nicht mal Corona seine Finger im Spiel, das Programm ist vom Staffelleiter derart durcheinandergewürfelt, dass jeglicher Spielfluss verloren gehen muss.

Das Hinspiel im Oktober ging klar mit 2:6 verloren. Nur Porps punktetet. Im Einzel und an der Seite von Helmchen – da ist und bleibt viel Luft nach oben. Was passiert, wenn ...? Diese Frage stellt sich nicht, wenn Nullacht sein Ding durchzieht und als Gewinner die Platte verlässt. Der Betriebsunfall von vor sechs Jahren soll sich nicht wiederholen. Auch wenn zwei Jahre später die Rückkehr in die Oberliga gelang, will Münster im Hier und Jetzt für klare Verhältnisse sorgen.

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