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Leichtathletik: Cross-DM

EM-Ticket gebucht – Zahlten braucht nur 20 Minuten bis nach Turin

Münster

Silas Zahlten war nie bei den Pfadfindern, hätte aber keine Probleme, die Aufnahmeprüfung zu bestehen. Bei der Cross-DM in Löningen sicherte sich der Ausdauer-Athlet der LG Brillux Münster das Ticket zur Junioren-EM in Turin.

Silas Zahlten fand sich auf dem Wiesenkurs in Löningen bestens zurecht. Foto: Imago/Beautiful Sports

Das nennt man dann wohl Orientierungssinn: Silas Zahlten von der LG Brillux Münster startete seinen Crosslauf am Samstag in Löningen und war sechs Kilometer später in Norditalien angekommen – gefühlt zumindest.

Von der Deutschen Meisterschaft in Niedersachsen zu den kontinentalen Titelkämpfen in Turin in nur 20 Minuten und 51 Sekunden – ein handelsübliches Navigationssystem bekäme das nicht hin. Zahlten präsentierte sich bei den nationalen Cross-Meisterschaften in Top-Form und durfte direkt nach dem Zieleinlauf als Fünfter der U-20-Konkurrenz das Ticket zur Europameisterschaft entgegennehmen. Tatsächlich darf er die letzten Kilometer nach Italien am 9. Dezember mit dem Flugzeug zurücklegen, am Sonntag (11. Dezember) startet er dann aber zu Fuß für Deutschland bei der EM.

Zahlten beweist sich in „ganz starkem Feld“

„Das hatten wir gehofft“, sagt LG-Brillux-Trainer Jörg Riethues, „zu erwarten war es nicht unbedingt.“ Zahlten traf im Feld der besten deutschen Langstreckler auf eine ganze Horde hoch veranlagter junger Läufer, von denen allein zehn mit 10-km-Zeiten unterhalb der 30 Minuten-Marke angereist waren. „Ein ganz starkes Feld“, ordnete Riethues ein. Sein Schützling zeigte sich aber unbeeindruckt, hielt sich zunächst in einer Zehnergruppe auf, musste am Ende zwar ein Spitzenquartett ziehen lassen – zeigte aber dann das nötige Stehvermögen und sicherte sich das fünfte und letzte EM-Ticket.

Aus münsterischer Sicht war das der Höhepunkt der Titelkämpfe, die als erster Höhepunkt der jungen Saison galten. „Leider diesmal ohne Medaille“, wie Riethues konstatierte, der dennoch mit der Leistung der krankheitsbedingt kleinen Gruppe zufrieden war. Vor allem Justin Lukas (10.), Jari Bender (28.) und Jens Kassebeer (41.) lieferten nicht nur gute Einzelplatzierungen, sondern schrammten als Staffelvierte nur hauchdünn an einem Podestplatz vorbei. Ein starkes Crossdebüt lieferte U-18-Athlet Cedric Runde als 47.

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