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Handball: Landesliga

Sogleich ein Derby zwischen Sparta und Münster 08

Münster

Die Ouvertüre der Handball-Saison gehört den Männer-Landesligisten. Ein Derby zwischen Sparta Münster und dem SC Münster 08 macht den Anfang am Freitagabend. Doch da ist auch noch ein drittes Team aus der Stadt, das sich sehr vorsichtig bei der Formulierung von Zielen zeigt.

Von Wilfried Sprenger

Langjähriger Leistungsträger bei Münster 08: Rückraumspieler Niels Sibbersen. Foto: fotoideen.com

Verbandsliga-Aufsteiger Westfalia Kinderhaus bleibt noch eine weitere Woche zur Vorbereitung, derweil wird es aber für Münsters Handball-Landesligisten schon an diesem Wochenende ernst. Im Derby haben sich Sparta Münster und der SC Münster 08 auf einen Frühstart geeinigt. Das Nachbarschaftsduell an der Sentruper Höhe wird bereits an diesem Freitag (20 Uhr) angepfiffen. Tags darauf (18 Uhr) tritt Aufsteiger Eintracht Hiltrup bei Arminia Ochtrup an.

Sparta ist gefühlt ebenfalls Landesliga-Novize. Im Sommer 2020 nahm der ehemalige Oberligist die Aufstiegsoption, die der Verband anbot, wahr. Aber erst jetzt bestreiten die Schützlinge von Nils Overkamp und Christian Maaß, die sich als Trainergespann engagieren, ihr erstes Punktspiel in dem neuen Umfeld. Die Vorbereitung gegen Kontrahenten aus der Bezirksliga bis hinauf in die Verbandsliga ordnet Maaß als „durchwachsen“ ein. „Wir hatten viele Urlauber und waren selten komplett“, sagt er. Gleichwohl sieht der Coach das Team „gut vorbereitet“ und schickt es durchaus hoffnungsvoll ins Derby. „Wir spielen zu Hause, in einer kleinen Halle, das kann für jeden Gast sehr ungemütlich sein“, so Maaß.

Gestandener Landesligist Nullacht

Spartas Auftaktgegner Münster 08 ist ein gestandener Landesligist, der sich im Frühjahr sogar um einen Platz in der Verbandsliga beworben hatte. Den schnappte sich aber der priorisierte Nachbar Westfalia Kinderhaus. Die hinterlegten Ambitionen redet Trainer Kay Sparenberg nicht klein. Er sieht sein Team „schon in der vorderen Tabellenhälfte“. Gleichzeitig rechnet er mit enormer Enge im nach dem Rückzug des TV Friesen Telgte auf elf Mannschaften geschrumpften Feld. „Bei vier Absteigern wird bis zuletzt jede Mannschaft heiß sein“, glaubt der Coach. In der Vorbereitung testete Nullacht überwiegend gegen Teams aus der Verbands- und Landesliga. „Die Leistungen waren ausgewogen gut. Was noch fehlt, ist ein richtig guter Saisonstart“, so Sparenberg.

Marcel Graefer

Mit großer Vorfreude, aber auch der nötigen Gelassenheit stellt sich Neuling Eintracht Hiltrup der Konkurrenz. „Wir wissen, dass wir da auf ein paar richtige Kaliber zulaufen und sicherlich mehr Spiele verlieren als gewinnen werden. Vielleicht gibt es irgendwann sogar eine richtige Niederlagenserie“, sagt Marcel Graefer. Der Trainer beschreibt die erste Landesliga-Saison für die Eintracht seit sehr langer Zeit als „Projekt“.

Besonders für die jungen Spieler im Team sei es eine „wichtige und wertvolle Lernphase“. Dass am Ende der Spielzeit mehr als ein Drittel der Mannschaften absteigt, schreckt Graefer nicht: „Es kann sein, dass es uns trifft, es wäre kein Beinbruch.“ Am Samstag in Ochtrup sieht er sein Team in der Außenseiterrolle. „Aber der Gegner muss schon etwas tun, um Erfolg zu haben“, meint Graefer kämpferisch.

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