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Fußball: Tribünengespräch

Sorgenfalten in Albachten, Gelmer und Aasee

Münster

Es ist eine Sorge - und die gleich dreimal. Denn ein münsterisches Trio tummelt sich auf den Abstiegsplätzen der Bezirksliga. Die jüngsten Ergebnisse von Concordia Albachten, GW Gelmer und BW Aasee b erechtigen nicht zum Optimismus. Dabei könnte den drei Kellerkindern auch die Zeit davon laufen.

Uwe Niemeyer

Die fehlende Effektivität vor dem generischen Tor bereitet ihm Kopfzerbrechen: BWA-Trainer Andre Kuhlmann Foto: fotoideen.com

Auf diese Gemeinsamkeit würden sie sicher gerne verzichten. Denn Concordia Albachten, Grün-Weiß Gelmer und Blau-Weiß Aasee strampeln beinahe im Parallelschwung im Bezirksligasumpf, rangieren allesamt auf Aufstiegsrängen.

Gleich dreimal hatte Concordia Albachten in Serie nun schon das Nachsehen. Bei noch einer Partie in der Hinterhand hat die Elf von Jens Truckenbrod aktuell noch die besten Karten, die Grauzone der Liga bald zu verlassen. Noch ist es wohl zu früh, vom Abstiegskampf der Sorgenkinder zu sprechen. Dennoch sollte das Trio etwas einleiten, um die Situation zu verbessern. Schließlich schwebt in Coronazeiten ein vorzeitiges Saisonende über der Spielzeit – und dann doch der Abstieg.

„Wir kassieren zu viele Gegentore“, legt Andre Kuhlmann den Finger in die Wunde. Zweimal vier Gegentreffer in fünf Tagen sind der Beleg. 21 in Summe erst Recht. Doch während der BWA-Trainer zweimal eine frühe Unterzahl sowie ein halbes Dutzend Strafstöße anführt, die die missliche Lage begünstigt haben aber „korrigierbar machen“, störte ihn die magere Ausbeute. So lief zuletzt Maximilian Picht allein viermal auf den gegnerischen Schlussmann zu, einmal sogar an diesem vorbei Richtung Tor. Der Torerfolg blieb jedoch aus. „Allmählich glaube ich, dass es eine Kopfsache ist. Denn Chancen haben wir extrem viel“, sinniert der Coach des Drittletzten.

Andre Kiuhlmann, Trainer von BW Aasee zur Platzsituation

Doch es zwickt auch an anderer Stelle. Malte Weusthof, der in Hörstel schmerzlich vermisst wurde und in Greven zuvor am Mittwoch zum letzten Mal auflief, hat es zurück nach Meppen gezogen. Er wird nur noch im Ausnahmefall einspringen und in der Defensive eine Lücke hinterlassen. Dass auf dem Ausweich-Trainingsplatz bei Marathon – die heimische Anlage wird mit neuem Kunstrasen versehen – nach einer Stunde auch schon mal das Licht ausging, war alles andere als optimal. Die Übungseinheit in dieser Woche um 20.30 Uhr auf Asche ist es ebenso wenig. „Wir brauchen wieder eine Heimat“, hofft Kuhlmann, sagt aber auch: „Wir müssen die Ruhe bewahren.“

Für Mohammed Sroub ist GW Gelmer konkurrenzfähig

Wie in Gelmer. „Noch nicht“, entgegnet Mohammed Sroub auf die Frage, ob Sorgen mit Blick auf die grünweiße Tabellensituation angebracht sind. Dazu haben auch die Begegnungen gegen vier Teams von oben beigetragen – inklusive Tabellenführer SC Greven 09 und nun der Zweite Borghorster FC. „Das war das erste Mal, dass wir nach der Pause abgebaut haben. Der Gegner war zu stark. Das müssen wir akzeptieren“, so Sroub. Ansonsten sah er seine Elf noch „in keinem Spiel überfordert“, was Hoffnungen für die kommenden Aufgaben macht. Und in denen sollten die Grün-Weißen „langsam punkten.“

Eine bessere Trainingsbeteiligung sowie eine „entsprechende Einstellung zur Liga“ wären dabei gewiss nicht hinderlich.

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