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Fußball: Tribünengespräch

Spielwertung gegen Hiltrup, Preußens U17 feiert Historisches

Münster

Erst eine Verletzungsmisere, dann die Spielwertung: Der TuS Hiltrup wird die Partie bei Borussia Emsdetten schnell aus dem Gedächtnis streichen wollen. Ganz anders ist die Gefühlslage bei Preußen Münsters U17 nach dem letzten Ligaspiel.

Von Camillo von Ketteler und Jonas Austermann

Große Sorgen um Hiltrups Kapitän: Alan Bezhaev hat sich womöglich schwerer am Knie verletzt. Foto: Wilfried Hiegemann

Am Sonntagabend herrschte Ernüchterung beim TuS Hiltrup. Erst zu spät brachte sich der Westfalenligist im Gastspiel bei Borussia Emsdetten auf die Anzeige und kam nach einem Drei-Tore-Rückstand nur noch zum 2:3-Endstand heran.

Am Folgetag aber konnte man am Osttor fast froh sein, dass es nicht noch zum Punktgewinn gereicht hatte – der Zähler wäre jetzt nämlich so oder so weg gewesen. Nachträglich wurde das Spiel mit 0:2 gegen die Münsteraner gewertet, der TuS setzte im Laufe der zweiten Halbzeit mit Jens Henrotte einen Spieler aus der zweiten Mannschaft ein, der sich beim Kreisligaspiel der U 23 zwei Stunden zuvor die fünfte gelbe Karte abgeholt hatte.

Prieto: "Das hatten wir nicht auf dem Schirm"

„Durch die Personalnot hatten wir ihn bereits im Spielbogen stehen. Die gelbe Karte hatten wir nicht auf dem Schirm, da die Sperre ja erst im Nachhinein erfolgte“, erklärt Hiltrups Sportlicher Leiter Raùl Prieto. Natürlich sei sowas unglücklich, sagt er, „aber ob 2:3 oder 0:2 ist am Ende auch egal. Richtig ärgerlich wäre es natürlich gewesen, wenn wir den Punkt noch geholt hätten.“

Die Personalnot, sie bleibt ein Dauerthema beim TuS. „Die schwarze Serie setzt sich fort“, wie Prieto es ausdrückt, auch am Sonntag musste dreimal verletzungsbedingt gewechselt werden. Am schlimmsten erwischte es Kapitän Alan Bezhaev mit dem Verdacht auf einen Kreuzbandriss. „Genaueres kann man noch nicht sagen, er wird auf jeden Fall länger ausfallen“, so Prieto. Etwas weniger schlimm traf es Julian Sammerl und Edgar Krieger, die angeschlagen in die Partie gegangen waren und diese mit muskulären Verletzungen vorzeitig wieder verließen.

Preußens U17 erreicht ambitioniertes Ziel

Weitaus besser als beim TuS war die Stimmung bei Preußen Münsters U 17. Am letzten Spieltag in der B-Junioren-Bundesliga sicherte sich das Team von Moritz Glasbrenner mit einem 0:0 bei RW Essen den sechsten Tabellenplatz.

„Die Jungs haben vor der Saison mit unserem Sportpsychologen Ole Kittner das Ziel erarbeitet, dass sie die beste U 17 in der Preußen-Geschichte werden wollen. Damit haben sie sich sehr weit aus dem Fenster gelehnt, aber der Mut hat sich ausgezahlt“, sagt Glasbrenner. Klammert man die letzte und nach fünf Partien abgebrochene Saison aus, stand eine U 17 aus Münster in der Endabrechnung nie besser da. Der Trainer sagt: „Ein Riesenkompliment ans ganze Team.“

Schalker Erfolg verlängert Preußen-Saison

Vorbei ist die Spielzeit 2021/22 für die Jungadler aber nicht, das Halbfinale im Westfalenpokal gegen den FC Schalke 04 steht noch aus. Ursprünglich war die Partie für den 26. April angesetzt, das aber ist nicht umsetzbar, weil Schalke als Westdeutscher Titelträger am 27. April und 1. Mai im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft auf Fortuna Düsseldorf trifft.

Scheitert Schalke, wird das Westfalenpokal-Halbfinale am 4. Mai ausgetragen, andernfalls am 11. Mai. Preußens U 17 trainiert also weiter – und trifft sich in der kommenden Woche zudem zum Teamessen bei Kulti Kebab.

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