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Münsters Sportlerin des Jahres

Gibt es unter den Newcomerinnen wieder ein Wimpernschlagfinale?

Münster

Eine ganze Reihe Newcomerinnen stehen auf dem Wahlzettel zu Münsters Sportlerin des Jahres. Auffällig ist, dass drei von sieben Nominierten auf dem Rücken der Pferde zu Hause sind. Die Abstimmung läuft: Eine neue Gewinnerin gibt es in jedem Fall.

Von André Fischer

Linda Bock (links) war bei der ersten Sportlerwahl im Jovel bei den Frauen ganz oben. Patin Tina Kötter freute sich mit der Volleyballerin des USC Münster. Foto: Jürgen Peperhowe

Am Ende sind es nur 0,05 Prozent, die den Unterschied ausmachen: Bei der Wahl zu Münsters Sportlerin des Jahres 2019 liefern sich Volleyballerin Linda Bock und Abo-Siegerin Ingrid Klimke ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Schließlich liegt die Nationalspielerin des USC Münster, die inzwischen für Ligakonkurrent Dresdner SC auf der Platte steht, einen Wimpernschlag vorne. „Ich bin baff“, sagt sie nach der Gala im Jovel überwältigt.

Jetzt werden die Karten neu gemischt. Nicht unmöglich, dass wieder eine Aktive der Unabhängigen ganz oben steht. Libera Erika Kildau ist ebenso nominiert wie die Dressurreiterinnen Helen Langehanenberg und Caroline Noll, Springreiterin Friederike Willmers, Profigolferin Sophie Hausmann, Leichtathletin Johanna Rellensmann und Para-Ruderin Manuela Diening. Machen Sie Ihr Kreuz!

Schnappt sich wieder eine Volleyballerin den Titel?

Erika Kildau (Volleyball, USC Münster): Im Januar 2021 feiert sie eine denkwürdige Premiere im Oberhaus. „Das war in Stuttgart, direkt so ein hochkarätiger Gegner. Und dann wurde das Match auch noch im Fernsehen ausgestrahlt. Da will man natürlich besonders abliefern“, erinnert sie sich. Und sie liefert – in der Folge wird der 1,59 Meter kleine Blondschopf zu einer festen Größe beim USC. Mit ihrer mitreißenden Art ist Kildau ein Gewinn für die Mannschaft.

Helen Langehanenberg (Reiten, RV St. Georg Münster): Es sind besondere Spiele, die Münsters Dressurreiterin bei Olympia in Tokio erlebt. Corona ist allgegenwärtig in der Hauptstadt Japans – außerdem ist die 39-Jährige nur in der Reservistenrolle eines Teams, das Gold holt. Die Eindrücke sind trotzdem überwältigend. Im September gewinnt sie Team-Gold bei der Heim-EM in Hagen am Teutoburger Wald. Alles im Lot.

Online-Voting

Caroline Noll (Reiten, RV Amelsbüren): Ihr Erfolg in Handorf kam aus dem Nichts, völlig unerwartet. Bei den Deutschen Amateur-Meisterschaften geht Dressurreiterin Caroline Noll mit Floreal nach dem Prix St. Georges als Zweite in die Kür – und eine solche hatte ihr selbst ausgebildeter Wallach zuvor nie bestritten. Kein Problem, Gymnasiallehrerin Noll und Floreal meistern diese Herausforderung und werden Meister. Stark.

Friederike Willmers (Reiten, RV Wolbeck): Gleicher Ort, ähnliche Erfolgsstory. Auch Springreiterin Friederike Willmers düpiert beim Deutschen Amateur-Championat überraschend die Konkurrenz. Mit Quarzit, ihrem „persönlichen Lottogewinn“, rockt die Apothekerin den Parcours, setzt als einziges fehlerfreies Paar in vier Runden Maßstäbe – und gewinnt die Goldene Schärpe. Was für ein Gefühl.

Sophie Hausmann (Golf, GC Tinnen): Nach Platz sechs beim Carlisle Arizona Classic zum Auftakt setzt Sophie Hausmann im April auf dem Grün des Morongo-Golf-Clubs in Beaumont (Kalifornien) zum ganz großen Schlag an. Erster Sieg als Profi – bei zehn unter Par. „Das hast du eigentlich ganz ordentlich gemacht“, schießt es ihr durch den Kopf. Hat sie. 22 500 Dollar Preisgeld fließen in ihre Tasche. Der Wahnsinn!

Johanna Rellensmann (Leichtathletik, LSF Münster): Bei der 19. Auflage des Münster-Marathons beweist Johanna Rellensmann ihre Vielseitigkeit. Bei ihrer Premiere über die 42,195 Kilometer läuft sie gleich aufs Podium als drittbeste Frau und schnellste Deutsche (2:44,09 Minuten). „Das war sehr emotional, diese Zeit hätte ich mir nicht erträumt“, gesteht sie im Ziel.

Manuela Diening (Rudern, RV Münster): Die Pararuderin befindet sich eigentlich noch in der Lehre. Erst seit zwei Jahren betreibt die 29-Jährige ihren Sport – doch national ist Manuela Diening längst Spitze. 2021 lieferte sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der langjährigen Nummer eins im DRV, Silvia Pille-Steppat, die dann in Tokio bei den Paralympics Fünfte wird. Diening soll dafür zur WM, die aber Corona zum Opfer fällt.

Die bisherigen Siegerinnen bei der Wahl zu Münsters Sportlerin des Jahres. Foto: Grafik/WN
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