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Münsters Sportlerin des Jahres 2022

Fünf Frauen, eine Mission: Wer beerbt Johanna Rellensmann?

Münster

Fünf Frauen kämpfen um den Titel bei der Sportlerwahl des Jahres 2022. Ingrid Klimke, Verena Vogt, Mala Grohs, Manon Kruse und Manuela Diening – Reiten, Laufen, Fußball, Tennis und Rudern stehen im Schaufenster. Stimmen Sie jetzt ab!

Die strahlende Siegerin 2021: Läuferin Johanna Rellensmann, die inzwischen den Nachnamen Schönherr trägt, wurde zur Sportlerin des Jahres gewählt. Sport-Ressortleiter Alexander Heflik überreichte den Pokal. Foto: Simone Hölscher

Wenn da nicht dieses Jahr 2020 mit Corona gewesen wäre – dann hätte die Wahl zur Sportlerin des Jahres etwas perlenhaftes gehabt. 30 Jahre verheiratet bedeutet Perlenhochzeit. 30 Jahre Wahl zur Sportlerin des Jahres ohne die ersatzlos gestrichene Wertung von 2020 bedeutet 29. Austragung. Das Jahr vor dem Perlenjubiläum also. Seit Mitte Dezember läuft die Abstimmung per Wahlzettel oder Online-Voting. Später, Mitte Januar, folgt noch ein weiterer Qualitätscheck durch eine Jury dieser Redaktion und diversen Sport-Enthusiasten. Gesucht wird die Nachfolgerin von Marathonläuferin Johanna Rellensmann, die mittlerweile Schönherr heißt.

Damals, 1993, da gewann die Volleyballerin und Nationalspielerin Beate Bühler vom USC Münster die Premiere. Die Anfangsjahre gehörten den USC-Frauen, Ariane Radfan und Ulrike Schmidt folgten, ehe die deutsche Brustschwimmerin der Extraklasse, Ina Hüging von der SGS Münster, drei mal in Serie das Publikums-Voting gewann. Und dann schlug es sieben, im siebten Jahr, als Ingrid Klimke 1999 als Vielseitigkeitsreiterin gewann. Es sollten noch zehn weitere Titel dieser Art von ihr geholt werden.

Holt Ingrid Klimke ihren zwölften Titel?

Klimke ist in diesem Jahr wieder in den elitären Kreis der fünf nominierten Frauen gerückt. Sie ist Weltklasse in der Vielseitigkeitsreiterei – das ist nicht neu. Aber sie ist auch Weltklasse in der Dressur mit Franziskus, aktuell führt die Reiterin vom RV St. Georg Münster die Weltcup-Wertung an. Von 2004 bis 2008 und von 2015 bis 2018 ging kein Weg an Ingrid Klimke vorbei bei der Sportlerwahl. Fast so nebenbei schob sie 2013 noch einen Triumph ein. Kann sie das Dutzend nun voll machen? Das ist die Konkurrenz...

Alle Siegerinnen bei der Wahl zu Münsters Sportlerin des Jahres im Überblick. Foto: Grafik WN

Wie Manon Kruse, die Tennisspielerin von Union Münster. Da fährt sie zur Ü-40-Weltmeisterschaft im August nach Portugal – und räumt alles ab. Weltmeister im Einzel, Doppel, Mannschaft Mixed, und dann stieg sie mit Union Münster wieder in die 2. Bundesliga auf. Wo sie spielt ist das Gold.

Oder wie Verena Vogt, die für einen fast unbekannten Typus Sportlerin steht: Die Marathonläuferin gehört keinem Verein an, ist eher eine Genussläuferin als verbissener Wettkampfathletin. Bei der Masters-Weltmeisterschaft in London holte sie in 2:48 Stunden Bronze. Sub 3 – das ist im Frauenbereich eine Schallmauer. Laufen ist für sie Spaß, so schnell zu laufen großer Spaß, fast schon unendlicher Spaß. Das Training gestaltet sie ein wenig nach gusto. Es ist eine unglaubliche Story.

Diening rudert zu EM-Silber, Grohs wird Nummer eins

Und da wäre Manuela Diering – eigentlich rudert sie erst sei 2019, aber die deutsche Nummer eins im Einer-Para ist bereits Vize-Europameisterin. Die IT-Mitarbeiterin der Stadt Rheine, die beim RV Münster rudert, will noch mehr.

Nicht zu vergessen Mala Grohs. Eine Münsteranerin besser noch Gievenbeckerin, die nicht nur Fußball spielt, sondern mittlerweile dem FC Bayern München angehört. Torfrau ist Grohs, bei den Bayern hat sie es zur Nummer eins geschafft und ist auch schon aufgerückt in den Dunstkreis der Frauen-Nationalelf, Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat sie im Auge. Grohs, die lieber auf Mala hort und nicht so sehr auf Maria Luisa, hebt ab.

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