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Münsters Sportler des Jahres 2022

Ein Quintett streitet um die Nachfolge von Nicolai Remberg

Münster

Eine bunte Palette: Boxer Oliver Ginkel, Triathlet Jonas Hoffmann, Springreiter Gerrit Nieberg sowie die Leichtathleten Nils Voigt und Markus Greufe kämpfen um die Nachfolge von Nicolai Remberg als Sportler des Jahres. Stimmen Sie ab!

Nicolai Remberg (rechts) mit der Trophäe für die Auszeichnung zu Münsters Sportler des Jahres 2021 – übergeben von Redakteur Thomas Rellmann. Foto: Moritz Schwegmann

Am ersten oder zweiten Tag des neuen Jahres geht der Blick eher nach vorn. Aber ein Hauch Nostalgie sei gestattet. Denn als die Sportlerwahl des Jahres erstmals ausgetragen wurde, da siegte mit Harald Norpoth ein Läufer, der absolute Weltklasse war, nicht nur Olympia-Teilnehmer, sondern auch bei den Spielen 1964 in Tokio die Silbermedaille gewann. Bis in die 70er Jahre war der für seine langen Beschleunigungen und Tempohärte im Rennen bekannte Norpoth aktiv – 1971 gewann er die Premiere der Sportlerwahl.

Lang ist das her. Ein Jahr später siegte Ruderer Peter Funnekötter, 1973 erneut Norpoth ehe 1974 Dr. Reiner Klimke an der Reihe war. Nach Rolf Blau 1975 folgte die Leichtathletin Regina Schiek. Sie war die erste Frau, die die Wahl gewann, ehe seit 1993 für Männer und Frauen getrennt abgestimmt wird. Im Vorjahr siegte Preußens Mittelfeldmotor Nicolai Remberg – jetzt wird sein Nachfolger gesucht.

Voigt läuft Bestzeiten und auf EM-Rang acht

Die fünf Sportler, die für das Jahr 2022 nominiert worden sind, haben es auch drauf und sind Spezialisten in ihrem Fach. Vielleicht ist es noch ein bisschen hoch gegriffen, aber Leichtathlet Nils Voigt versucht, in die Fußstapfen von Norpoth zu treten.

Während der heute 80 Jahre alte Telgter 1972 im Münchener Olympiastadion über 5000 Meter bei den Sommerspielen startete und Sechster wurde, war Voigt bei den Europameisterschaft des vergangenen Jahres – 50 Jahre später – über 10.000 Meter Achter. Der 25 Jahre alte Voigt lief im letzten Jahr noch deutsche Jahresbestzeiten im Straßenlauf über zehn und 15 Kilometer und feilt bereits an seiner Form für 2023 – möglicherweise mit WM-Start in Budapest und seiner Marathonpremiere.

Nieberg siegt beim CHIO, Medaillen für Ginkel

Der große Wurf, eher die hohen Sprünge gelangen Gerrit Nieberg. Der Reiter aus Münster kann sich ganz auf seinen zwölfjährigen Wallach Ben verlassen. Gemeinsam sorgten sie beim CHIO in Aachen im Großen Preis für eine Sensation. Der Sohn des früheren Weltklassereiters Lars Nieberg gewann den Großen Preis vor 40.000 Zuschauern und damit auch eine halbe Million Euro Preisgeld. Ihm war das Geld in diesem Moment ziemlich gleich, der Wert, auf der CHIO-Siegertafel des Großen Preises zu stehen, ist noch viel, viel mehr wert.

Die Ehrentafel zur Wahl Sportler des Jahres in Münster Foto: Grafik WN

Ein dritter Kandidat für die Sportlerwahl ist ein Faustkämpfer. Als Supertalent in der Jugend gefeiert, tauchte der gebürtige Mönchengladbacher Oliver Ginkel dann sportlich ab. Seit eineinhalb Jahren arbeitet er im Boxzentrum Münster an seinem Comeback – erfolgreich. Im Jahr der zwei Deutschen Meisterschaften wurde der 24 Jahre alte Psychologie-Student Vizemeister und DM-Dritter in der Klasse bis bis 80 Kilogramm. Er sagt, dass es das aber nicht nicht gewesen sein soll.

Greufe sprintet Bestzeit, Meistertitel für Hoffmann

Der Sprinter Markus Greufe steigerte noch einmal seine Bestzeiten, in der Halle lief er über 60 Meter 6,70 Sekunden, in Wetzlar standen 10,47 Sekunden über 100 Meter zu Buche. Und er lief mit Jakob Bruns, Kai Sparenberg und Luka Herden in der 4x100-Meter-Staffel zu DM-Bronze in Berlin.

Härtefälle bei
der Nominierung

Jonas Hoffmann – der Fünfte im Bunde - ist Triathlet, wobei er Deutscher Meister im Duathlon wurde, im Cross-Duathlon. Laufen und Radfahren ohne Schwimmen ist das. Es war ein Nebenprodukt. Der Athlet von Tri Finish Münster löste 2021 eine Profilizenz, wurde im „richtigen Triathlon“ Zweiter beim „halben“ Ironman in Dresden und wird in diesem Jahr bei der WM in Finnland starten.

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