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Reiten: S-Springen in Albachten

Merschformann bleibt cool und schnappt von Essen den Sieg weg

Münster

Katharina von Essen hatte mächtig vorgelegt im abschließenden Springen des Albachtener Reitturniers. Doch dann kam Frank Merschformann und schnappte der Lokalmatadorin noch den Sieg weg. Mit viel Routine und kalkuliertem Risiko.

Von Michael Schulte

Frank Merschformann und seine achtjährige Stute Corella waren beim abschließenden S-Springen in Albachten nicht zu schlagen. Foto: Peter Leßmann

Ein Routinier wie Frank Merschformann lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Weder durch rasante Ritte der Konkurrenz noch durch Vorschusslorbeeren der Turniersprecherin. Der 51-Jährige macht einfach sein Ding – und das heißt kontrolliertes Reiten. Wenn er aber ein Pferd selber ausgebildet hat und um die Qualitäten weiß, dann gibt er auch schon mal mehr Gas.

So wie bei der achtjährigen Stute Corella, die er langsam an den großen Sport herangeführt hat und mit der er am Sonntag beim Großen Preis von Albachten neben fünf anderen Paaren das Stechen des S-Springens erreicht hatte. Da dachte sich der Pferdewirt aus Osterwick, der gemeinsam mit seinem Bruder Markus einen eigenen Stall führt, jetzt könnte er mal auf Sieg reiten. Gesagt, getan – fehlerfrei und 36,70 Sekunden waren nicht zu toppen. „Der erste Erfolg in einem S-Springen für Corella“, freute sich der Reiter und Ausbilder. Aber es schien schon so, dass dieser Sieg für den Mann im Sattel nicht ganz überraschend kam.

„Das Vertrauen ist da – auf beiden Seiten“

17 Paare hatten sich Hoffnungen auf den Erfolg im abschließenden Springen beim Albachtener Reitturnier gemacht, für elf war nach dem Normalparcours Feierabend. Als sich dann im Stechen Lokalmatadorin Katharina von Essen einmal mehr von ihrer besten Seite zeigte und mit C-Loona (0 Fehler/37,34 Sekunden) direkt die Führung übernahm, war die Messlatte schon recht hoch gelegt. Zu hoch für den Lüdinghauser Marius Brinkmann auf Cirano (0/38,33) und auch zu hoch für Carolin Zell (RFV Wodan Damm) auf Connor (0/38,84).

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Da musste von Essen schon selbst kommen, um die Bestmarke zu knacken. Auf Calina blieb die Albachtenerin erneut fehlerfrei und war in 37,21 Sekunden bis dato die Schnellste. Als nächster war Frank Merschformann an der Reihe, dem die Turniersprecherin nachsagte, einer von der schnellen Truppe zu sein. „Ich bin etwas mehr Innenbahn geritten, habe in der Kombination einen Galoppsprung weniger gemacht, habe einfach ein wenig Risiko genommen.“ Das sollte sich auszahlen, um eine gute halbe Sekunde drückte er die Bestzeit auf 36,70 Sekunden. Letztlich bedeutete das den Sieg, weil der letzte Starter im Stechen, der Mexikaner Manuel Lecuona vom RV St. Hubertus Wolbeck, auf Epona zwei Abwürfe hatte.

„Die Stute ist vorsichtig, aber sie liebt den Sport. Und sie kämpft mit. Ich weiß, dass sie für die großen Springen reif ist und kann daher auch guten Gewissens schneller reiten. Das Vertrauen ist da, auf beiden Seiten.“ Frank Merschformann hat mit Corella noch einiges vor. Aber aus der Ruhe lässt er sich durch nichts und niemanden bringen.

Marie Schulze Topphoff (RV Roxel) hatte am Samstag das erste S-Springen des Turniers gewonnen. Sie siegte mit Villimey v. Gaste.

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