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Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften der B-Junioren

„Siskos“ junge Truppe ist Coerdes ganzer Stolz – und macht Mut

Münster

Die U17 ist nach der Abmeldung der ersten Herrenmannschaft das älteste Team bei Teutonia Coerde. Trainer Mario Pires dos Santos setzte in der Halle auf eine sehr junge Truppe, scheiterte knapp und schöpft für die Zukunft doch neue Hoffnung.

Betretene Mienen bei Teutonia Coerdes U17: Das von junge Team der Trainer Mario Pires dos Santos und Bahadir Erkaslan (von links) scheiterte in der Vorrunde knapp.  Foto: Jürgen Peperhowe

Wäre es nach Stimmung und Anfeuerungsrufen gegangen, hätte Teutonia Coerdes U 17 am frühen Montagabend das Weiterkommen verdient gehabt. Familien und Freunde der B-Junioren vom Waldstadion fieberten in Block der G der Halle Berg Fidel mit, sie riefen Anweisungen aufs Feld und haderten schlussendlich mit ihren kleinen Helden. Ein Sieg in den vier Vorrundenspielen der Stadtmeisterschaften war zu wenig, um eines der drei Endrunden-Tickets zu ergattern.

Mario Pires dos Santos – Spitzname „Sisko“ – war in Berg Fidel jahrelang eine Institution. Inzwischen coacht er Teutonias U 7 und U 17 – Letztere gemeinsam mit Bahadir Erkaslan. „Ich habe versucht, den Jungs etwas von meiner Hallen-Erfahrung abzugeben“, sagte Pires dos Santos. „Wir haben viele gute Fußballer in unseren Reihen, aber es waren alle sehr nervös.“

„Für einige die ersten Stadtis überhaupt“

Das deutliche 0:9 gegen Bundesligist und Titelverteidiger Preußen Münster war schnell abgehakt. Coerdes Coach meinte: „Es war klar, dass alle Teams in der Gruppe gegen Preußen eine Klatsche bekommen. Wir wollten uns mit den anderen Mannschaften messen.“ Und das klappte. Gegen GW Amelsbüren zockte Teutonia stark auf, gewann durch einen Doppelpack von Suliman Juma sowie Treffer von Nikita Vintilov und Shane Lloyd mit 4:1.

Vorrunde, Gruppe A

„Es ist bestimmt zwölf, 13 Jahre her, dass zuletzt eine B-Jugend von Coerde an den Stadtis teilgenommen hat“, erklärte Pires dos Santos. „Für einige Jungs waren es die ersten Stadtmeisterschaften überhaupt.“ Coerde hatte gleich vier Kicker dabei, die noch C-Jugend spielen dürften – und das auch tun. „In unserem 25er-Kader stehen insgesamt acht Jungs aus der U 15“, erzählt Pires dos Santos. „Sie spielen samstags in der einen und sonntags in der anderen Mannschaft – alles freiwillig natürlich.“

Gibt es bald wieder eine Erste in Coerde?

Der neue Kunstrasen an der Coerheide ist gerade erst fertig geworden, im Sommer aber gab’s auch eine Hiobsbotschaft für Teutonia: Die erste Herren-Mannschaft zog sich vom Spielbetrieb in der Kreisliga C zurück. „Das ist sehr hart“, meint Pires dos Santos. „Aber ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass es in der nächsten Saison wieder eine Erste geben könnte.“

Für seine Truppe geht es darum, sich draußen weiter so gut zu präsentieren wie bisher. In der Findungsrunde belegte Coerde Platz zwei hinter Westfalia Kinderhaus II. „Einige Jungs werden im Sommer erst mal in die U 19 hochgehen. Es ist wichtig, dass wir die Reihen wieder schließen“, sagt Pires dos Santos. Denn: Auch eine A-Jugend gibt es aktuell nicht bei Teutonia. Und wer weiß, eines Tages könnten die Jungs, die am Montagabend in Berg Fidel die Fahne für Coerde hochhielten, ja sogar Teil der Ersten werden.

Coerde hofft gegen Marathon nur kurz

Fürs Erste blieb Pires dos Santos, sich über einen Tick zu viel Nervosität zu ärgern. Nach dem Sieg gegen Amelsbüren folgte eine klare Niederlage gegen Wacker Mecklenbeck (1:7), wieder traf Vintilov. Beim entscheidenden Duell mit GW Marathon Münster schoss Ibrahim Assayed Coerde in Führung, das Weiterkommen schien möglich – bis Leistungsligist Marathon aufdrehte und locker mit 5:1 gewann. „Aber fest steht: Die meisten und lautesten Fans hatten wir“, meinte Pires dos Santos.

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