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Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften

„Über 20 Stadtis“: Der ewige Stefan Hutmacher überrascht mit dem ESV

Münster

Seit 1998 läuft Stefan Hutmacher inzwischen bei den Stadtis auf – so auch in diesem Jahr. Im Alter von 42 Jahren spielt er noch für den ESV Münster, obwohl er inzwischen eigentlich gar nicht mehr in Deutschland lebt.

Seit 1998 bei den Herren-Stadtmeisterschaften dabei: Stefan Hutmacher (r.) lief am Dienstag für den ESV auf. Foto: Jonas Austermann

Stefan Hutmacher ist mit dem Zählen irgendwann selbst nicht mehr hinterhergekommen. Auf die Frage, seine wievielten Hallen-Stadtmeisterschaften er dieses Jahr in Berg Fidel bestreitet, kann er nur lächelnd antworten: „Über 20 Stadtis sind es auf jeden Fall.“ Mit inzwischen 42 Jahren hat Hutmacher seine Schuhe noch mal entstaubt, seine Kniebandage herausgekramt und übers linke Bein gezogen.

Im Sommer ist er von GW Gelmers Alten Herren zurück zu seinem Jugendclub gewechselt. ESV-Coach Daniel Hirschfeld, ein alter Bekannter, fragte an. Hutmacher sagte zu, „aber da hat der ESV noch in der C-Liga gespielt – und dann steigen die Säcke natürlich auf“. Also noch mal Kreisliga B mit 42.

Und die Stadtis sind natürlich Ehrensache für Hutmacher. „Mittlerweile natürlich eher zum Zuschauen“, sagt das Urgestein. „Das Schönste ist immer, wen man hier alles wiedersieht.“ Hutmachers Körper macht die Hallen-Strapazen so gerade eben noch mit, die Bewegungen und Richtungswechsel schmerzen schon beim bloßen Zusehen. Knie und Rücken machen die größten Probleme, einen Bandscheibenvorfall hat Hutmacher schon hinter sich. „Ich kann mich nach den Stadtis drei Tage lang nicht mehr bewegen“, sagt er – und lacht.

1998 war er das erste Mal als Senior beim Hallen-Spektakel am Start, in der Jugend gewann er zweimal mit dem ESV den Titel. Ob’s noch ein weiteres Mal auf dem Parkett gibt? „Ich lebe seit drei Monaten in Montenegro“, erzählt Hutmacher. Draußen kickt er kaum noch für den ESV. Am Dienstagabend aber holte er mit den Eisenbahnern noch mal vier Punkte und das Zwischenrunden-Ticket hinter Gruppensieger VfL Wolbeck.

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