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Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften

Hiltrup nimmt mächtig Fahrt auf, Borussia übersteht das Drama

Münster

Der TuS Hiltrup kam am Mittwoch so richtig in die Gänge. Nach dem gerade so abgewendeten Vorrunden-Aus zelebrierte der Westfalenligist zwei Spiele lang. Durch die Pleite gegen Borussia Münster heizte der Favorit das Rennen um Platz zwei massiv an.

Hier leitet Luca de Angelis sein Traumtor gegen die Ex-Stadtis-Flemmer ein. Der Angreifer setzte sich gegen Niklas Melzer, Finn Liebert und Georg Schrader (v.l.) durch und schloss per Tunnel ab. Foto: Peter Leßmann

In der Vorrunde stand der Kollaps kurz bevor, doch der Schuss vor den Bug zeigte Wirkung. Der TuS Hiltrup setzte sich am Mittwoch souverän durch. Vor allem Luca de Angelis drehte auf, mit acht Treffern ist er im Rennen um die Torjägerkanone in der Pole-Position. „Bei uns lief es schon beim Ausber-Cup überhaupt nicht, und hier in der größeren Halle hatten wir anfangs auch Probleme mit den Automatismen, mit der Absprache, der Positionierung und dem Anlaufen. Aber all das wurde mit der Zeit besser“, sagte der Goalgetter.

Dass Nils Johannknecht und Daniel Mladenovic in der Zwischenrunde eingriffen, tat der Offensive spürbar gut, wie das 4:2 gegen Wacker Mecklenbeck und das 6:0 gegen die Ex-Stadtis-Flemmer bereits bewiesen. Gegen Borussia Münster schmälerte der Westfalenligist den Eindruck mit einer 4:6-Schlappe (nach 3:0-Führung) allerdings spürbar.

Hiltrups de Angelis: „Er stachelt uns an“

TuS-Trainer Simeon Uhlenbrock, in der Meisterschaft Assistent von Marcel Stöppel, atmete auf. „Er ist mit viel Enthusiasmus dabei und stachelt uns an“, sagte de Angelis. „Die Dinge, die nicht gut gelaufen sind, hat er klar angesprochen.“

Motiviert werden mussten die Hiltruper allerdings eher nicht. „Für viele von uns, für mich auch, sind es die ersten Senioren-Stadtis“, so de Angelis. „Vielleicht sah es anfangs nicht schön aus, aber unser Selbstvertrauen ist gewachsen“, sagte der Stürmer. „In der Meisterschaft haben wir zu Beginn auch keine Tore gemacht.“ Defizite gab es eher hinten. Nicht jedem gefiel der Auftritt nach der klaren Führung im letzten Gruppenspiel.

Spannend war daher der Kampf ums zweite Ticket. Alle drei Mannschaften hatten noch Chancen. Borussia hatte sich durch den Überraschungssieg zurückgekämpft und musste dann zuschauen und auf ein Remis oder einen nicht zu hohen Wacker-Sieg gegen die Ex-Stadtis-Flemmer hoffen. Es wurde heftig.

Lila-Weiß führte tatsächlich 4:0, das hätte gereicht, doch das gemixte Ensemble steckte nicht auf, verlor am Ende nur 4:5 und ebnete Borussia so den Weg für den Finaltag. „Wie wir gegen Hiltrup zurückgekommen sind, war einfach geil“, sagte Coach Henry Hupe. „Ich hatte schon nicht mehr dran geglaubt. Das Zittern auf der Tribüne war dann noch schlimmer als auf dem Platz. Top, dass die Flemmer sich nicht hängen lassen haben.“

Deren Routinier Niklas Melzer meinte: „Wir wollten eine Show abliefern, es hat Spaß gemacht. Aber zu verlieren, tut schon weh. Wir waren hinten etwas zu luftig.“ Gemeinsam mit seiner Kombo, die viele Sympathien beim Publikum erntete, schied Wacker aus. „Das letzte war eigentlich unser bestes Spiel“, sagte der starke Max Leser. „Am Ende war etwas Pech dabei, keine Frage. Aber wir hatten auch eine sehr schwierige Gruppe.“

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