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Fußball: Tribünengespräch

Starker Preußen-Nachwuchs und Unterzahl in Perfektion

Münster

Was bleibt vom Fußballwochenende? Spuren hat zumindest der starke Auftritt des SC Preußen Münster in der A-Junioren-Bundesliga und natürlich die starken Auftritte der Dezimierten: Preußen II, der 1 FC Gievenbeck und Concordia Albachten zeigen, was zu zehnt so geht.

Von Jonas Austermann

U-19-Kapitän Noah Kloth setzt sich bei Bedarf auch gegen eine Übermacht durch und behauptet den Ball für die Preußen-A-Junioren. Für den ältesten Nachwuchs der Adlerträger läuft es derzeit sehr gut in der Bundesliga. Foto: Thomas F. Starke

Im Sommer hatte Preußens U-19-Coach Tobias Harink zwei Ziele ausgegeben. Zum einen sollte seine Mannschaft mit dem Abstieg aus der A-Junioren-Bundesliga nichts zu tun haben, zum anderen wollte er „die Jungs fitmachen für den Schritt zu den Senioren“. Zur Winterpause und nach der Hälfte der Spiele lässt sich festhalten festhalten: Auftrag ausgeführt.

Jungadler voll im Soll

Nach fünf Siegen und einem Remis aus acht Partien liegen die Jungadler voll im Soll, rangieren mit 16 Zählern auf Rang drei – das Polster auf die Abstiegsränge beträgt zehn Punkte. „Die Stimmung bei den Jungs ist passend zur Winterpause sehr gut“, meinte Harink nach dem „Derbysieg“ in Bielefeld. „Platz drei ist eine überragende Momentaufnahme.“ Auch deshalb, weil in der zweiten Hälfte der Saison, in der alle Teams nur einmal gegeneinander antreten, die dickeren Brocken warten. Unter den acht Gegnern in 2022 sind Spitzenreiter Dortmund, Verfolger Leverkusen sowie Schalke und der 1. FC Köln.

Hinten kein Durchkommen mehr

Die Basis des erfolgreichen Halbjahres war vor allem die starke Defensive. 13 Gegentreffer in acht Spielen lesen sich zwar nicht so, aber acht Tore fing sich Harinks Team in zwei Partien – bei den 2:4-Pleiten gegen Paderborn und Oberhausen. „Wir hatten mit Noah Kloth und Levent Öztürk zwei Innenverteidiger, die sehr gut im Sechzehner verteidigen“, meinte Harink nach dem Sieg in Bielefeld. „Und vorne haben wir individuelle Qualität.“

Pleiten mit Lerneffekt

Nach den beiden überraschenden Niederlagen sprachen Harink und sein Trainerteam die Mängel klar an, in erster Linie passte die Einstellung nicht. „Im Nachhinein haben uns diese Pleiten sehr weitergeholfen. Wir konnten viel daraus lernen“, meinte der Preußen-Coach.

Mit Kapitän Kloth und Rechtsverteidiger Joel Amadi kamen zwei U-19-Akteure während der laufenden Saison schon bei den Profis zum Einsatz, auch das belegt die gute Arbeit im Unterbau.

Pizza statt Weihnachtsessen

Eine Trainingswoche steht noch an, am Samstag wird – so der aktuelle Plan – gegen die Hammer SpVg getestet. Eine Weihnachtsfeier gibt es nicht, vielleicht aber ein gemeinsames Pizzaessen. Am 3. Januar nehmen die Jungadler das Training wieder auf, in der Bundesliga wartet am 6. Februar Schalke.

Zehn Mann in Höchstform

Auf den anderen Plätzen in Münster kämpfte man am Wochenende mit erstaunlichem Erfolg gegen fußballspezifische Widrigkeiten an: In Unterzahl liefen Oberligist Preußen Münster II, Westfalenligist 1. FC Gievenbeck und vor allem Bezirksliga-Primus Concordia Albachten erst zur Höchstform auf. Nachdem die Gievenbecker in ihrem Spiel gegen Preußen Espelkamp in der siebten Minute der Nachspielzeit und da schon 20 Minuten in der Minderheit das 1:0 erzielten, jubelte Rotsünder Maximilian Brüwer am Spielfeldrand noch eine Minute lang mit – ehe Espelkamp dann allerdings doch noch der noch spätere Ausgleich gelang.

Ähnlich verlief die Partie der Preußen-Reserve gegen die SG Finnentrop/Bamenohl. Adler-Träger Francesco Di Pierro flog nach 68 Minuten vom Platz und sah exakt 15 Minuten später den 4:3-Führungstreffer seiner Mannschaft durch Elias Demirarslan – doch auch bei den Preußen schenkte der numerisch überlegene Gast noch einen späten Wermutstropfen ein: 4:4 hieß es am bitteren Ende.

Concorida räumt in Unterzahl so richtig ab

Zur Vollendung brachte die Kunst der „Shorthander“, der Treffer in Unterzahl, die Concordia aus Albachten, die zu zehnt gegen elf Recker Recken vom zwischenzeitlichen 1:0 (22.) an und dann 60 Minuten ohne Lasse Saerbeck und somit mit einem Mann weniger auf 2:0, 3:0 und 4:0 erhöhten. So geht Fußball in Unterzahl.

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