Damen-Regionalliga: TC Union II will als Aufsteiger die Abstiegsrunde meiden

Start in eine besondere Spielzeit

Münster

Die zweite Mannschaft des TC Union Münster startet in der Regionalliga deutlich früher als die erste in der 2. Bundesliga. Nicht nur der Auftakt steht aber erst mal unter dem Eindruck des Fehlens von Trainer Thomas Heilborn, der im Oktober unerwartet verstorben ist.

Manon Kruse, Stammkraft in der Zweitliga-Truppe, startet mit dem TC Union II als Aufsteiger in die Regionalliga. Foto: Imago/Claudio Gärtner

Die anstehende Saison ist für den TC Union Münster unter vielen Aspekten ein besondere. Für die erste Mannschaft beginnt sie wegen der anhaltenden Corona-Pandemie in der 2. Bundesliga Nord erst am 7. August, und die Zweitvertretung debütiert am Sonntag (11 Uhr) in der Regionalliga, die in einem neuen Modus ausgetragen wird. Und über all diesen profanen Tennis-Angelegenheiten steht immer noch der unerwartete Tod von Trainer Thomas Heilborn, der im vergangenen Oktober verstarb. „Es wird sicher ein komisches Gefühl sein, wenn am Sonntag das erste Punktspiel ohne ihn stattfindet. Er ist immer noch total präsent bei uns und ist in Gedanken immer dabei“, sagt Tina Kötter, Mannschaftsführerin des Zweitliga-Teams.

Sie wird zum Auftakt dabei sein, wenn es für den TCU II im Münsterland-Derby beim TC Deuten um die ersten Punkte geht, die gleich richtungsweisend für den Aufsteiger sind. Um durch den verspäteten Start die Anzahl der Spieltage zu reduzieren, teilte der Regionalliga-Ausschuss die vorgesehene Neunerstaffel in zwei Gruppen, aus der später eine Auf- und eine Abstiegsrunde gebildet werden. Union ist dabei mit Deuten, dem TC GW Aachen und dem Bonner THV in einer Vierergruppe und will sich dort auf Platz eins oder zwei einreihen. „Unser Ziel ist es, die Abstiegsrunde zu vermeiden und mit beiden Mannschaften die Klasse zu halten. Daher werden wir von Beginn an Gas geben“, sagt Szymon Seifert, der zu Jahresbeginn die Nachfolge von Heilborn angetreten und sich an der Steinfurter Straße schon bestens eingewöhnt hat. „Es hat sich gut zusammengefügt“, sagt Kötter und meint damit auch die Stimmung in der Mannschaft, die in Deuten mit drei Neuzugängen an den Top-Positionen aufschlagen wird.

Paula Rumpf (TuS Ickern), Alexa Volkov (TC 71 Netphen) und Vivien Sandberg – sie wechselte schon im Vorjahr vom TC 1899 BW Berlin zum TCU – debütieren. Das Trio erhält gegen Deuten, das von der ehemaligen Weltranglisten-79. Dinah Pfizenmaier angeführt wird, Unterstützung von den Zweitliga-erfahrenen Routiniers Manon Kruse, Andrea Böckmann, Nele Niermann, Deborah Döring und Jana Roßlenbroich. „Wer in den Einzeln spielt, steht noch nicht fest“, sagt Seifert vor seiner Premiere, die natürlich erfolgreich verlaufen soll. So würde Union sich gleich einmal von der Abstiegsrunde entfernen.

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