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Triathlon: Bundesliga

Team-Relay in Potsdam Neuland für Tri Finish und W+F Münster

Münster

Mit einem neuen Format wartet die Triathlon-Bundesliga an diesem Wochenende in Potsdam auf. In einem Team-Relay geht es um Punkte – und von denen werden in dieser Saison im Unterhaus weitaus weniger als sonst verteilt. Tri Finish und W+F Münster hoffen auf einen guten Tag.

Von André Fischerund

Gleich doppelt im Einsatz in Potsdam: Der Österreicher Sebastian Czerny startet für Tri Finsih am Wochenende in der 1. und 2. Liga. Foto: Peter Leßmann

„Man muss vom Weg abkommen, um nicht auf der Strecke zu bleiben“. Das hat der Schweizer Architekten Hans Zaugg einmal gesagt. In dem Wissen, den eigenen Horizont permanent zu erweitern. Für so was sind sie bei der Deutschen Triathlon-Union (DTU) offen. Der Verband hievt bei den Wettkämpfen in den beiden Bundesligen am Wochenende in Potsdam erstmals den Team-Relay ins Programm. „Neuland für uns“, sagt Martin Epkenhans, Sportlicher Leiter von Tri Finish Münster.

Los geht es am Samstagmorgen in Liga zwei mit einem Prolog. 250 Meter Schwimmen im Templiner See, 2,8 Kilometer Radfahren und 1,1 Kilometer Laufen stehen auf der Agenda. Gestartet wird im Abstand von 30 Sekunden. Anders als sonst sind nur vier Aktive dabei. Die heimischen Farben vertreten Maximilian und Constantin Krüger, zwei junge Nachwuchsathleten vom Landesstützpunkt in Essen, Jonas Küpper und der routinierte Österreicher Sebastian Czerny. Die jeweiligen Zeiten des Quartetts werden addiert und ergeben den Abstand, in dem es am Nachmittag in einer Art Staffel startet (250 Meter Schwimmen, 5,6 Kilometer Radfahren, 1,1 Kilometer Laufen). Neben der Premiere des neuen Formats ist es gleichsam der Auftakt in die neue Saison der Liga Nord, die kurz ist. Die Wettkämpfe in Gütersloh Ende Mai und jüngst in Eutin mussten pandemiebedingt abgesagt werden – auch das Event am 11. Juli in Verl wurde gecancelt. Bleibt nur noch der Wettstreit in Grimma am 18. Juli. Überschaubar.

Rider sagt ab

Am Sonntag geht es nahtlos weiter mit dem Oberhaus. Czerny schiebt für Tri Finish Extraschichten, darf noch mal ran. Zusammen mit Yannick Stollenwerk​, dem Franzosen Jocelyn Mourier und Aron Thimm, ebenfalls vom Stützpunkt in Essen. Er besitzt ein Zweitstartrecht für Münster und überzeugte bei den „Finals“ in Berlin in der DM-Wertung als 33. – noch vor Teamkollege Jonas Hoffmann (36.). Nicht mit dabei ist US-Exot Seth Rider, den Tri Finish angefragt hatte. Dessen Trainer legte angeblich sein Veto ein. „Der Aufwand wäre auch zu hoch, für ein Team-Relay um die halbe Welt zu fliegen“, so Epkenhans.

Den Weg nach Brandenburg tritt auch der innerstädtische Konkurrent W+F an. Teamchef Luca Hagemeyer hat Leo Arnold und die Niederländer Joey van’t Verlaat, Victor Goené sowie Simon den Braber nominiert. Beim „Intro“ in der Bundeshauptstadt vor drei Wochen schafften es die Jungs auf Rang zwölf, wurden dann aber doch noch auf Platz 15 abgestuft, weil nur drei der Ausdauerbolzen ins Ziel kamen. Tri Finish überzeugte in Berlin übrigens als Achter.

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