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Tischtennis

Fortsetzung, Pause oder Abbruch - Wie geht's weiter?

Münster

Mindestens bis Ende Januar ruht der Betrieb an den Tischtennisplatten noch. Wie und ob es anschließend weitergeht, ist noch unklar. Der Westdeutsche Verband steht vor einer schweren Entscheidung - mit drei Szenarien.

Von Wilfried Sprenger

Max Kruse und die Tischtennisspieler von Borussia Münster würden die Saison gerne fortsetzen und blicken gespannt auf die schwierige Entscheidung, die der Verband zeitnah treffen wird. Foto: Thomas Strack

Ende Dezember hat der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) entschieden, die aktuelle Saison zu unterbrechen. Zunächst befristet auf den Januar, danach müsse die Lage neu geprüft werden, hieß es. Werner Almesberger, Vorstandsmitglied im WTTV, kündigt „für Mitte nächster Woche“ einen Beschluss über das weitere Vorgehen an. Mögliche Optionen sind: die Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Februar, Fortsetzung der Pause, Abbruch der Saison.

Thomas Boonk, Teamsprecher des NRW-Ligisten ­­1. TTC Münster, möchte „nicht in der Haut der Verbandsexperten stecken. Ich habe keine Ahnung, wie entschieden wird, das ist eine Wundertüte“, sagt er. Sollte die finale Reißleine gezogen werden, wäre der TTC „ein bisschen traurig. Wir sind ja knapp unter dem Strich. Aber wenn es so kommt, dann ist das so“, meint Boonk.

Tatsächlich würde der 1, TTC im Falle eines abermaligen Saisonabbruchs absteigen. Da im WTTV-Gebiet in allen (!) Klassen mindestens 50 Prozent der Spiele ausgetragen sind, ist eine Wertung der Saison möglich. Boonk hofft, weiterspielen zu können. „Unter den gegebenen Rahmenbedingungen wäre das okay.“ Versuche, schon im Januar Wettkämpfe zu bestreiten, scheiterten am Veto der Gegner. „Wir hätten das gern gemacht, haben aber Verständnis, dass andere nicht wollten.“

Kruse: "Wir sehen ja die Zahlen"

Borussia Münster, Nachbar des 1. TTC und Konkurrent in der NRW-Liga, will unbedingt. „Wir sind Sportler und haben große Lust, wieder zu spielen“, sagt Max Kruse. Andererseits verschließt auch beim Tabellenvierten in diesen Tagen niemand die Augen. „Wir sehen ja die Zahlen. Der Verband steht da vor einer ganz schwierigen Entscheidung“, räumt Kruse ein.

Momentan bereiten sich die Borussen auf einen Re-Start noch in diesem Monat vor. Die Borussen und Gastgeber Neheim-Hüsten möchten am 29. Januar eine Ausnahmegenehmigung des WTTV nutzen: Demnach sind Punktspiele auch in der Pause möglich, sollten sich die beteiligten Teams auf eine Austragung einigen. „Wir freuen uns darauf“, so Kruse. Einen Saisonabbruch fände er „schade“, wenngleich dieses Szenario „irgendwie nachvollziehbar wäre“.

Längere Pause "schwierig umzusetzen"

Auch der TuS Hiltrup wartet mit Spannung auf Nachricht aus der Verbandszentrale. Für die erste Damenmannschaft, die als Oberligist im Hoheitsgebiet des DTTB unterwegs ist, sind die Dinge geregelt: Der Verband macht auch aktuell keine Pause und will die Saison nach Spielplan beenden. Was auf regionaler Ebene passiert, weiß Clubsprecher Ralf Brameier nicht.

Persönlich kann er sich eine unmittelbare Fortsetzung der Saison „beim besten Willen nicht vorstellen“. Eine Verlängerung der Unterbrechung hält er für denkbar, dies sei in der praktischen Umsetzung „aber sehr schwierig“. Ende Februar hätte sich der Zahl der ausgefallenen Spieltage auf fünf summiert, das sei „eigentlich nicht mehr aufzuholen“. Vielleicht läuft tatsächlich alles auf einen erneuten Saison-Abbruch hinaus.

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