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Sparda-Münster-City-Triathlon: Eigenverantwortung gefordert

Tri-Finish bietet die virtuelle Alternative zum Wettkampf

Münster

Der Sparda-Münster-City-Triathlon wurde bereits im April abgesagt und reiht sich damit ein in endlose Sport-Events, die der Coronakrise zum Opfer fallen. Nun gibt es aber eine Alternative zum Dreikampf – virtueller Art.

Jürgen Beckgerd

So nicht, aber trotzdem spannend: Der Sparda-Münster-City-Triathlon findet virtuell statt. Foto: Jürgen Peperhowe

Da ist auch etwas Humor im Spiel in diesen lausigen Zeiten: „Der Wettkampf kann innerhalb der eigenen vier Wände auf einem Rollentrainer und Laufband sowie, wer mag, im eigenen Gartenteich“ durchgeführt werden, heißt es auf der Internetseite des Sparda-Münster-City-Triathlons. Na ja, es haben ja auch schon einige Menschen ihren persönlichen Marathon im Vorgarten oder auf dem Balkon durchgeführt.

Im Ernst: Die 13. Auflage des City-Triathlons ist bekanntlich bereits Mitte April abgesagt worden – und findet vom 22. bis 26. Juni nun doch statt. Real, aber nicht als herkömmliches Wettkampfformat, sondern virtuell. Und das geht so: Angeboten sind zwei Strecken – die über die Volks-(Sprint-)Distanz mit 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen sowie die über die Olympische Distanz mit 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen. Parallel wird ein Duathlon (fünf Kilometer Laufen, 20 Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen bzw. 7,5; 40; 5) angeboten für diejenigen, die aufgrund der aktuellen Situation auf das Schwimmen verzichten (und die keinen eigenen Gartenteich haben). Der Wettbewerb wird eigenverantwortlich durchgeführt, also ohne offiziellen Startpunkt, offizielles Ziel und auch ohne offizielle Strecke. Erfolgreich war, wer sein sportliches Tun mit einem Foto dokumentiert und an Virtuell@sparda-muenster-city-triathlon.de geschickt hat.

„Wir wollten, da nun das Wettkampfgeschehen vollständig ruht, Anreize schaffen und auch den Verein als Ausrichter in Erinnerung rufen“, sagte Holger Fritze von Tri-Finish Münster. „Eigenverantwortung“ heißt für Fritze auch, dass die Teilnehmer an dieser virtuellen Alternative beachten, dass eben keine Streckenposten, Wasseraufsicht oder Straßensperrungen vorhanden sind. Fritze appelliert somit an das Verantwortungsbewusstsein der Sportler, Ge- und Verbote zu beachten – auch wenn es keine Einzelsieger geben wird. Aber immerhin Urkunden für die Teilnehmer an dieser sicher höchst ungewöhnlichen Challenge. Bis zum 21. Juni, 24 Uhr, sind Anmeldungen möglich. Schon am Dienstag lagen Anfragen „im dreistelligen Bereich“ vor.

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