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Olympische Distanz beim City Triathlon

Patrick Dirksmeier siegt bei seinem letzten Heimspiel in Münster

Münster

Er hat es wieder getan: Zwölf Jahre nach seinem ersten Triumph hat Patrick Dirksmeier bei seinem letzten Heimspiel den Triathlon auf der olympischen Distanz gewonnen. Es war sein vierter Sieg insgesamt.

Von André Fischer

Sieger Patrick Dirksmeier mit Ehefrau Jenna und Sohnemann Henri. Foto: Thomas Austermann

Am Sonntag schließt sich der Kreis. Zwölf Jahre nach seinem ersten Triumph in den Osmo-Hallen 2010 sprintet Patrick Dirksmeier bei seinem letzten Heimspiel als Profi in Münster zum Sieg auf der olympischen Distanz (1:45,52 Stunden). Das Szenario ist wie gemalt für den Juristen, das ist seine Bühne. Papa und Mama sind da, Ehefrau Jenna und Sohn Henri, viele Freunde und Wegbegleiter – sie alle bereiten dem Europameister von 2017 auf der Mitteldistanz einen ebenso großen wie herzlichen Empfang. „Ich genieße das in vollen Zügen“, sagt Dirksmeier sichtlich ergriffen nach Sieg Nummer vier beim Dreikampf im und um den schmucken Hafen. „Irgendwie haben das doch alle erwartet“, lacht er. „Da ist die Fallhöhe hoch.“

In einer Woche wird der Tri Finisher endgültig seine professionelle Karriere mit dem Start beim Ironman in Roth beenden. Der Klassiker wird ihn nochmals fordern. „Da wird viel taktiert, keine Ahnung, was da drin ist.“ Seine letzte Langdistanz absolvierte er in Italien 2019. Damals plagten in Magenprobleme, er musste das Rennen zehn Kilometer vor Schluss leidvoll beenden.

Sieger von 2019 auf Rang drei

Dass er der hohen Belastung physisch wie psychisch trotz der Pandemie nach wie vor gewachsen ist, zeigt er in Münster auf eindrucksvolle Art. Fast drei Minuten läuft er Mattia Weßling (SSF Bonn Triathlon/1:48,38) davon. Luca Heerdt (Tri Finish), Sieger 2019, muss sich mit Rang drei anfreunden (1:51,11). Das Duell der Generationen entscheidet Dirksmeier also deutlich für sich. „Ich bin enttäuscht“, gibt Heerdt, 26 Jahre jung, preis. „Ich habe nix auf die Kette bekommen, wäre liebend gerne ein ebenbürtiger Gegner gewesen.“ In den Ferien will sich der Pädagoge nach seiner Grippeerkrankung vor drei Wochen nun wieder in Form bringen. Schwimmen kann er im Freibad Steinfurt, dort hilft er als Bademeister aus.

Bei den Frauen führt kein Weg an Marit Bergmann vom Tri-Club Wuppertal vorbei (2:05,17 Stunden). Kurios: Die 30-Jährige ist erst vor gut einem Jahr über ihren Freund zum Triathlon gekommen, läuft schon vornweg. „Ein Traum, hier zu gewinnen.“ Leonie Zumhasch (Tri Finish) wird Zweite (2:11,52), Petra Stöppler (Marathon Steinfurt) Dritte (2:18,47).

Kommentar: Ausdauer belohnt

Bei Holger Fritze, Organisationsboss, ist derweil die Anspannung der Freude gewichen. „Perfekte Bedingungen. Nach zwei Nullnummern 2020 und 2021 machen wir in diesem Jahr einen richtig guten Job. Ich bin verdammt stolz auf das Team.“

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