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Volleyball: 3. Liga Männer

TSC kommt gegen Freudenberg mit blauem Auge davon

Münster

Wer es positiv sah, schrieb dem TSC Gievenbeck Maßarbeit zu. Gerade noch rechtzeitig verhinderte der Drittligist beim 3:1 gegen Freudenberg den Tiebreak. Zufrieden konnte Trainer Michael Spratte aber nicht sein.

Von Wilfried Sprenger

Auf der Suche nach der Lücke: Tim Wahl im Angriff gegen den Freudenberger Doppelblock. Foto: Wilfried Hiegemann

Das ist dann gerade noch einmal gut gegangen: Sehr mühsam gewannen die Volleyballer des TSC Gievenbeck am Samstag ihr Punktspiel gegen Schlusslicht VC Freudenberg. Beim insgesamt schmucklosen 3:1 (25:15, 21:25, 25:19, 30:28) fehlte wahrlich nicht viel und der Drittligist hätte mindestens einen von drei klar angestrebten Punkten verloren. „Ich habe das zwischenzeitlich wirklich befürchtet. Vielleicht haben wir uns zu sicher gefühlt und waren deshalb nicht bei 100 Prozent“, sagte Trainer Michael Spratte.

Spielbeginn nach Plan

Nun, alles begann nach Wunsch und Plan. In nur 20 Minuten tütete der TSC den ersten Durchgang ein, obwohl Spratte seinen Stamm-Sechser verändert hatte. Auf der Zuspielposition agierte Luke Bohlander für Moritz Lembeck, kein Problem, die Gievenbecker waren auf Kurs. Was sich im zweiten Abschnitt änderte. Der Gastgeber ließ die Zügel ein wenig schleifen, Freudenberg legte zu. Vor allem die Abwehrarbeit des Tabellenletzten beeindruckte die Münsteraner – plötzlich ging dem TSC nichts mehr wirklich leicht von der Hand. Spratte reagierte mit personellen Veränderungen, doch auch die „Stammformation“ konnte den zweiten Satz nicht mehr retten.

Nur ein temporärer „Zwischenfall“? Nein, die Siegerländer hatten endgültig Blut geleckt und machten Gievenbeck das Leben schwer. Der Favorit gewann den dritten Durchgang 25:19. „Überzeugend war das aber nicht“, räumte Spratte ein. Die Begegnung blieb eng, Freudenberg kämpfte vorbildlich wie verbissen um jeden Ball. Münster wankte, als es Satzball gegen sich hatte und der Tiebreak drohte. Aber die Mannschaft fiel nicht. Nach langer Rallye sicherte Diagonalangreifer Aaron Zumdick den Sieg und drei wichtige Punkte.

TSC behauptet zweiten Platz

In der „schiefen“ Tabelle behauptete der TSC (13 Spiele/30 Punkte) Rang zwei hinter Primus Delbrück (16/36). Am nächsten Wochenende reist Gievenbeck zum Vierten FCJ Köln (12/23). „Wenn wir Meister werden wollen, dürfen wir uns wohl keinen Ausrutscher erlauben und müssen alle Spiele gewinnen“, prognostizierte Spratte.

Im Fall der ausgefallenen Partie gegen Aligse wartet der TSC weiterhin auf einen offiziellen Bescheid. Die Niedersachsen hatten das Spiel kurzfristig abgesagt. „Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden uns die Punkte zugesprochen. Aber sicher ist das noch nicht“, teilte Spratte mit.

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