1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. TSC Gievenbeck schlägt Hürth, ist Meister und feiert eine große Party

  8. >

Volleyball: 3. Liga:

TSC Gievenbeck schlägt Hürth, ist Meister und feiert eine große Party

Münster

Jetzt ist die Sache rund: Mit einem 3:0-Erfolg über TVA Hürth hat sich der TSC Gievenbeck die Meisterschaft in der 3. Liga gesichert. Die Fans feierten den Titelträger lautstark – die Mannschaft selbst kostete das Saisonfinale inklusive Zugabe genüsslich aus.

Von Johan Sühling

Erfolgstrainer: Michael Spratte hat den TSC Gievenbeck zur Meisterschaft in der Weststaffel der 3. Liga geführt. Foto: wh

Ekstase in der Mosaikschule! Der TSC Gievenbeck steigt in die Zweite Volleyball-Bundesliga auf – und das mehr als verdient. Mit 3:0 (25:20, 25:14, 25;19) fegten die Münsteraner den TVA Hürth aus der Halle und bewahrten so auch die makellos weiße Weste in heimischen Gefilden. „Als ich hier vor 15 Jahren angefangen habe, war das unser Traum. Den haben wir jetzt erreicht. Ich bin superstolz auf die Mannschaft, sie hat die ganze Saison über Gas gegeben,“ freute sich TSC-Coach Michael Spratte.

Die Gievenbecker traten mit einer klaren Ansage an: Der sportliche Aufstieg sollte her. Da der Zweitplatzierte DJK Delbrück keine Lizenz für die Zweite Liga beantragt hatte, wäre zwar auch bei einer Niederlage der Aufstieg wahrscheinlich gewesen, der Ehrgeiz überwog aber, es aus eigener Kraft zu schaffen.

Dabei hatte die Heimmannschaft zunächst mit Hindernissen zu kämpfen. Statt in der gewohnten Uni-Halle wurde das Spiel in der Mosaikschule ausgetragen, Musik konnte keine gespielt werden, auch einen Hallensprecher gab es nicht. „Das ist natürlich bei so einem besonderen Spiel blöd, die Fans haben das aber richtig geil gemacht,“ so Spratte. Auch die Wechselspieler halfen lautstark mit, die Halle in einen Hexenkessel zu verwandeln. Die „Münster Monster“ vom TSC zeigten vom ersten Aufschlag an eine Willensleistung. „Vor der Partie waren wir schon etwas nervös, mit Anpfiff hat sich das aber sofort gelegt,“ lobte Spratte seine Mannschaft. Doch auch der beinahe schon sichere Absteiger aus Hürth lies sich nicht einfach wie ein Lamm zur Schlachtbank führen. Der erste Satz war ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mal ging Hürth in Führung, mal zog Gievenbeck davon. Gegen Ende des Satzes machten die Zuschauer eindeutig den Unterschied: Angetrieben vom feurigen Publikum spielte sich Gievenbeck immer mehr in einen Rausch. Der Satz ging mit 25:20 nach Münster, danach wurde es erst so richtig deutlich: Im zweiten Abschnitt war das erste Mal ein deutlicher Qualitätsunterschied zu erkennen. „Das war eine richtig runde Mannschaftsleistung, die Jungs waren sowohl im Block als auch im Aufschlag sehr stark,“ lobte Spratte. Auch im finalen Satz konnte Hürth den Münsteranern nicht das Wasser reichen. Der Abpfiff der Party auf dem Feld war nur der Anpfiff zur nächsten Party: Bereits in der Halle wurden die ersten Siegerbiere getrunken, später lud die Aufstiegsmannschaft noch zur Saisonabschlussfeier ein.

Startseite
ANZEIGE