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Volleyball: 3. Liga

TSC Gievenbeck schmettert sich Richtung 2. Liga

Münster

Die Zeichen stehen auf Angriff. In der Tabelle der 3. Liga hat der TSC Gievenbeck nur noch die DJK Delbrück vor sich. Trainer Michael Spratte attestiert seiner Mannschaft einen Lauf und verrät, wer der vermeintlich gefährlichste Gegner im Kampf um den Titel sein könnte.

Von Wilfried Sprenger

In Jubelstimmung: Der TSC spielt eine bärenstarke Saison und ist ein Titelkandidat in der 3.Liga West. Foto: Wilfried Hiegemann

Die Ausgangslage ist top. Mit dem krachenden 3:0 beim Spitzenreiter DJK Delbrück haben sich die Volleyballer des TSC Gievenbeck sehr komfortabel in der Spitzengruppe der 3. Liga eingerichtet.

„Wir sind in einem Flow“, sagt Trainer Michael Spratte. Noch aber rede niemand über den Aufstieg in die 2. Liga. Immerhin ist eine wichtige Frist im Kalender berücksichtigt. Bis zum 1. März müssen sich die ambitionierten Drittligisten am Vorlizenzierungsverfahren beteiligen. „Wenn der Gesamtverein das Okay gibt, werden wir es wohl machen.“, erklärt Spratte.

Vierkampf um die Meisterschaft

Im aktuellen Klassement der 3. Liga nimmt der TSC (11 Spiele/24 Punkte) Rang zwei ein. Vor ihm ist Delbrück (13/28) platziert. Im Rückspiegel sehen die Münsteraner FCJ Köln (10/22) und SF Aligse (10/19). Einiges deutet auf einen Vierkampf um die Meisterschaft und Platz zwei hin. Auch der Vizetitel ist von Relevanz, er öffnet die Tür zu Relegationsspielen.

So weit mag Spratte noch nicht schauen. An diesem Samstag (18.30 Uhr) kommt es in der Mosaikschule zum Duell mit Aligse. Zeitgleich spielt Delbrück gegen Köln. Die besten vier unter sich – es könnte ein richtungsweisendes Wochenende werden.

Der TSC hat das Hinspiel in Aligse 1:3 verloren. Zuversichtlich blickt Spratte auf den zweiten Vergleich. „In Aligse waren wir nicht komplett und auch nicht gut. Seitdem haben wir uns deutlich weiterentwickelt. Alle Spiele, die wir gewonnen haben, haben wir für uns entschieden, weil wir die bessere Mannschaft waren“, sagt der Coach.

TSC-Kader hat "noch viel Potenzial"

Es läuft in Gievenbeck. Der Kader hat Hunger auf weitere Erfolge und hohe Qualität. „Wir sind auf allen Positionen doppelt besetzt“, so der Trainer. Die Leistungsunterschiede seien marginal. Spratte: „Wenn ich im Training eine A- gegen eine B-Mannschaft spielen lasse, geht es immer sehr eng zu. Im Wettkampf drängen alle auf Einsatzzeiten, die Spieler pushen sich gegenseitig. Ich muss aufpassen, dass da niemand unzufrieden wird.“

Solange der Erfolg bleibt, hat der Coach die besten Argumente. Die Frage nach dem vermeintlich schärfsten Konkurrenten beantwortet Spratte so: „Vielleicht sind wir das selbst. Wir dürfen auf keinen Fall überheblich werden.“ Zumindest bei ihm lebt noch das schmerzhafte 1:3 beim Tabellenneunten Rhein-Sieg Volleys. Und dann richtet er doch den Blick in die Zukunft: „Dieser Kader ist nicht am Ende seiner Entwicklung, da schlummert noch viel Potenzial.“ Klingt so, als hätte der TSC noch viel vor.

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