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Fußball: Westfalenliga

Hiltrup und Jung-Trainer Stöppel machen sich geografische Lage zunutze

Münster

In den vergangenen Jahren landete der TuS Hiltrup in der Regel im vorderen Mittelfeld. Das scheint auch in dieser Saison realistisch. Spannend ist der neue Trainer Marcel Stöppel. Dessen Netzwerk reicht vor allem über die Stadtgrenzen hinaus Richtung Südosten.

Von Thomas Rellmann

Die neue Hiltruper Bank mit Chefcoach Marcel Stöppel (v.) und Assistent Simeon Uhlenbrock (r.) Foto: flo

Mit 29 ist Marcel Stöppel der jüngste Trainer der Westfalenliga. Ein echtes Thema ist das beim TuS Hiltrup nicht, denn der bisherige Assistent von Christian Hebbeler bringt viel Erfahrung im Jugend-Bereich mit. „Für mich und ich glaube auch für das Team wirkt es überhaupt nicht komisch. Alle sind recht entspannt, die Truppe ist aber auch sehr sauber.“

Konnte Stöppel nach seinem Einstieg die Vorstellungen schon durchsetzen?

Die Vorbereitung verlief nach Plan. „Sie war intensiv, es gab viele Termine und viele Inhalte für den Kopf“, sagt Stöppel, der kaum Urlauber beklagte. „Die Jungs ziehen super mit.“ Allerdings benötigt der eine oder andere Neuzugang noch Zeit. „Das ist nicht überraschend und wurde auch in unseren Ergebnissen sichtbar. Aber die Grundlagen sind da, spätestens im Herbst werden wir darauf aufbauen können.“

Der TuS bewegt sich seit Jahren im oberen Mittelfeld. Hält er sich abermals unten raus und kommt der Club sogar dem heimlichen Traumziel Oberliga wieder näher?

Der Abstiegskampf dürfte kein Thema am Osttor sein. Für mehr ist die Konkurrenz, etwa aus Espelkamp oder Hamm, aber sicher zu groß. „Ziel ist es, mit unten nichts zu tun zu haben“, betont Stöppel. Er erwartet eine ex­trem ausgeglichene Liga, verweist aber auch darauf, dass das mal Phasen zur Folge haben kann, in denen die Punkte ausbleiben. „Dadurch, dass so viele Mannschaften auf Augenhöhe sind, ist immer Obacht geboten.“ Das Plus aus seiner Sicht: der gute Zusammenhalt im Team gepaart mit einer hinreichenden Qualität der einzelnen Akteure.

Beim einseitigen Pokalspiel in Ascheberg (5:0) standen nur zwei neue Feldspieler in der Startelf. Bleibt in diesem Jahr der Umbruch aus?

Hiltrup baut auf ein funktionierendes Gerüst mit Nils Kisker, Enes Güney, Julian Sammerl oder Luca de Angelis. „Ein paar Anpassungen haben wir aber doch vorgenommen“, so Stöppel. Er verweist etwa auf Außenverteidiger Lucas Keysberg, der eine Soforthilfe ist. Auch Kaan Hizarci hat im Abwehrzentrum gute Karten. Spannend wird die Frage, wer im Kasten steht. Dauerbrenner und Leistungsträger Romain Böcker, der seit 2009 zum Kader zählt, ist trotz beruflicher Belastung an Bord geblieben – doch mit Luis Klante hat er einen echten Herausforderer gefunden. „Das sind zwei richtig gute Keeper“, sagt Stöppel, der keine klare Nummer eins für die ganze Saison benennen wird. „Ich habe ein Luxusproblem, aber zum Glück nie mehr ein Torwartproblem.“

Güney, Kisker, Hizarci, Akil Cömcü, Francesco Pannucci, Almin Spahic, Alan Bezhaev – viele Spieler haben eine Vergangenheit im Raum Ahlen/Hamm/Beckum. Wird der TuS zur Filiale und nutzt einen Standortvorteil?

Stöppel, der lange bei RW Ahlen im Nachwuchs coachte, ist sicher ein Faktor. Viele Schützlinge trainierte er als Junioren. „Natürlich wäre es schön und auch für den Teamgeist einfacher, mit möglichst vielen Münsteranern zu spielen“, sagt er. Allerdings ist die Konkurrenz stadtintern nicht gerade klein. Die räumliche Nähe in die östlichen Ausläufer des Ruhrgebiets machen sich die Hiltruper daher zunutze. „Ich kann auf jeden Fall festhalten, dass sich die Jungs, die von außen gekommen sind, hier alle wohl fühlen.“

Der Kader

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