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Basketball: Frauen Oberliga

UBC träumt von Titel und Pokalfinale

Münster

Die Basketballerinnen des UBC Münster stehen im Pokalhalbfinale und an der Spitze der Tabelle. Mehr geht eigentlich nicht, es dürfte sogar ein bisschen weniger sein. Aus Sicht von Trainer Peter Lüsebrink dürften seine Schützlinge auf dem Feld ruhig etwas Nerven schonender sein.

Von Ansgar Griebel

Jetzt haben es die Basketballerinnen des UBC Münster (l.) und Westfalia Kinderhaus (r.) auch schwarz auf weiß: In der Oberliga-Tabelle stehen beide Teams gut da. Foto: Peter Leßmann

Peter Lüsebrink hat ein aufregendes Trainerleben. Der Coach der Oberliga-Basketballerinnen des UBC Münster hat zudem alles, was es braucht, um die Freude an seiner Aufgabe nicht zu verlieren, Langeweile Fehlanzeige. Am kommenden Samstag stehen seine Schützlinge im Halbfinale des WBV-Pokals bei den Lippe Baskets Werne vor dem ersten Finaleinzug der UBC-Frauen überhaupt, in der Oberliga-Tabelle steht über den Münsteranerinnen nur der sternenklare Himmel – und in jedem Spiel erwartet den Trainer eine neue Überraschung. Meist eine schöne – ab und an aber auch ein Überraschungsangriff auf das Nervenkostüm.

UBC erfolgreich - aber anfällig für Störungen

„Ich kann mir da nie so sicher sein“, sagt Lüsebrink mit einem Lächeln. Sein Team habe sich großartig entwickelt, tabellarisch in einer Liga, die stärker und ausgeglichener ist als erwartet, den Spitzenplatz eingenommen – ist aber anfällig für nahezu jede Störung. „Wenn die Schiedsrichter zu viel pfeifen, wie jetzt im Derby gegen Kinderhaus, oder wenn sie gar nicht pfeifen, wie bei der einzigen Saisonniederlage in Dortmund, dann können sie aus dem Rhythmus geraten und stehen da, ich weiß gar nicht, wie ich’s sagen soll, wie so ein Reh am Zaun.“ Knallharte Kritik klingt anders, Lüsebrink hat viel Spaß an seinem Job und an seinem Team, das sich rasant entwickelt, aber noch längst nicht am Ziel ist.

„Ich weiß gar nicht, ob die Regionalliga nicht noch zu früh käme“, fragt er sich. „Nicht, dass wir da nicht Spiele gewinnen können, aber wir wollen dann ja auch gut und am besten oben mitspielen.“ An guten Tagen sicher kein Problem für die Mannschaft, die mit den Müttern der Kompanie bärenstarke Führungsspielerinnen haben. Hannah Schmitz ist auf dem Feld ein unersetzlicher Ankerpunkt wie eigentlich auch Tinka Steltenkötter, die allerdings künftig ein noch schöneres Thema als Basketball beschäftigen wird: Sie wird zum zweiten Mal Mutter. Das Team freut sich mit, muss sich aber etwas einfallen lassen.

Lüsebrink macht sich keine allzu großen Sorgen: Mit den Distanz-Schützinnen Franka Brüning und Nele Schwering sind Kandidatinnen für den Spielaufbau herangereift, Italien-Rückkehrerin Johanna Koptik kann ebenfalls die Bälle verteilen. „Aber sie sind auch noch sehr jung und nicht jeder Spielsituation sofort gewachsen“, macht sich Lüsebrink weiterhin auf sehr unterschiedliche Vorstellungen seines Teams gefasst, die von „ziemlich verunsichert“ bis zum „perfekten Spiel“, alles abliefern kann.

Jedes zweite Spiel ein Topduell

Am Wochenende spielte sich das Geschehen in dem „sehr speziellen Spiel“ gegen die zweite Hälfte der eigenen Trainingsgruppe, die in der Liga als Westfalia Kinderhaus ebenfalls eine sehr ordentliche Bilanz hat, beim 60:53-Sieg irgendwo in der Mitte beider Pole ab. „Aber da hat die Westfalia auch bärenstark gespielt“, lobt Lüsebrink die Auswahl von Trainerkollege Markus Wagner, die in der Corona-Zeit allerdings zwar gleichzeitig, aber getrennt trainierte.

Die beiden Derbys hat erwartungsgemäß der UBC gewonnen, jetzt stehen noch weitere sechs Spiele aus, jedes zweite davon ein Spitzenspiel: Gegen Bochum, Dortmund und Recklinghausen wird Ende April und Anfang Mai die Aufstiegsfrage geklärt. Es bleibt spannend beim UBC und für Trainer Peter Lüsebrink.

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