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Fußball: Tribünengespräch

Überraschende Torwartwechsel und Pleiten - so lief das 3G-Wochenende

Münster

Der Fußball mit Münsteraner Beteiligung fand am Wochenende erstmals unter 3G-Regeln statt. Gleich zur Premiere gab's Kuriositäten, hohe Pleiten und fünf Spielwertungen. Unsere Zeitung gibt einen Überblick.

Von Jonas Austermann und Thomas Austermann

Romain Böcker (2. v. r.) durfte für den TuS Hiltrup im Tor stehen, Gegner Fichte Bielefeld aber musste äußerst kurzfristig auf seinen Stammkeeper verzichten.  Foto: Peter Leßmann

Spieltag Nummer eins mit 3G-Regelung im Amateurfußball – und gleich das erste Kuriosum. Fichte Bielefeld war am Sonntag der Westfalenliga-Gegner des TuS Hiltrup, allerdings mit einem anderen Torhüter als üblich. Stammkraft Matti Kuuse legte vor Spielbeginn einen negativen PCR-Test vor, der 50 Stunden alt war – und damit zwei Stunden über der gültigen Frist von 48 Stunden. Statt sich ins Tor zu stellen, musste Kuuse die Sportanlage verlassen, denn für Zuschauer gilt ja ohnehin 2G.

Auch andernorts zeigte sich das neue Gesicht des Fußballs. Preußen Münsters U 19 musste beim 2:0-Heimerfolg gegen den MSV Duisburg auf drei nicht vollständig geimpfte Spieler verzichten, ein weiterer unterzog sich vor der Partie einem PCR-Test – auf eigene Kosten wohlgemerkt. Andere Vereine aus dem Westen mit Teams in den Nachwuchs-Bundesligen handhaben das anders, blättern bis zur Winterpause vierstellige Euro-Beträge für PCR-Tests vor Training und Spielen hin.

Bochums U 17 vermöbelt Paul Freier

Diesen Luxus kann sich der SV Lippstadt in der B-Junioren-Bundesliga nicht leisten. Der Club muss deshalb auf einige nicht vollständig Geimpfte verzichten, mitsamt Verletzten fehlen aktuell zehn Spieler.

Im Gegensatz zum SC Preußen, der die für den 5. Dezember geplante Partie bereitwillig ins neue Jahr verschob, bestand der VfL Bochum am vergangenen Wochenende auf eine Austragung. Und das, obwohl in Lippstadt ein gewisser Paul Freier Trainer ist, der fast 300 Spiele für Bochum bestritt und dort auch den Nachwuchs trainierte. Das unrühmliche Ergebnis am Sonntag: ein 9:1 des VfL.

Fünf Spielwertungen im Kreis Münster

Gar nicht erst angepfiffen wurden derweil fünf Partien in den unteren Klassen Münsters. In der Kreisliga B bekamen Eintracht Münster III (Staffel B2) und der 1. FC Mecklenbeck (B3) nicht genügend spielberechtigte Akteure zusammen, die Partien werden mit 0:2 gegen die Teams gewertet.

Das gleiche Schicksal wird in der C-Liga den 1. FC Mecklenbeck II (C1), den SC Sprakel II (C2) und den VfL Senden IV (C4) ereilen. „Insgesamt hätten wir mit mehr Problemen gerechnet“, sagt Norbert Krevert, Vorsitzender des Fußballkreises Münster, und lobt die Vereine für die Kontrollen am Platz: „Die Clubs haben das gut umgesetzt.“

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