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Amateurfußball

Unbesiegbares Quartett: Nur vier Teams haben noch nicht verloren

Münster

Drei Wochen ist die neue Saison im Amateurfußball nun alt und  noch haben einige Teams keine Niederlage kassiert. Vier an der Zahl sind es in Münster – und Preßen II macht seinen Trainer happy.

Preußen Münsters Francesco Di Pierro (r.) legte den Siegtreffer gegen Siegen vor Foto: Imago/Rene Traut

Ungeschlagen – dieses Prädikat haben sich drei Wochen nach Saisonstart nur noch vier Amateurteams aus Münster verdient. Ganz oben, also in der Oberliga, legte Preußen Münster II einen Auftakt nach Maß hin und ließ mit dem 2:1 bei den Sportfreunden aus Siegen den zweiten Dreier im dritten Spiel folgen.

„Wir waren auf jeden Fall dieses eine Tor besser“, meinte Preußen-Coach Kieran Schulze-Marmeling nach dem Erfolg vor rund 500 Zuschauern im Leimbachstadion.

Union-Geschäfsführer schwenkt die Fahne

Das wohl prominenteste Gesicht stand zwar auf dem Platz, gehörte aber nicht zu einem der beiden Clubs. Mit Oliver Ruhnert agierte der Geschäftsführer Profifußball des Bundesligisten 1. FC Union Berlin als Schiedsrichterassistent. Der 50-Jährige ist neben seinem Job in der Hauptstadt noch als Unparteiischer für den BSV Lendringsen aus dem sauerländischen Menden im Einsatz.

Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert stand bei Preußen II als Linienrichter an der Seite. Foto: Imago/Rene Traut

Und Ruhnert sah starke Adlerträger. Das Führungstor entsprang einer von „vier, fünf Lösungen“, die sich die Gäste zuvor bereitgelegt hatten, um Siegen zu knacken. Luca Steinfeldt holte den Ball ab, steckte passend für Marvin Kehl durch. „Ein wunderschönes Tor“, sagte Schulze-Marmeling.

Atmosphäre kippt nach Platzverweis

Ausgerechnet ein Platzverweis für die Hausherren brachte den SCP völlig aus dem Konzept. „Die Atmosphäre im Stadion ist gekippt und im Fußball ist der Grat manchmal sehr schmal“, meinte Münsters Coach. „Ich hätte mich schon sehr geärgert, wenn wir dieses Spiel vergurkt hätten.“

Taten seine Mannen auch nicht, sondern zauberten in der letzten Aktion noch eine Besonderheit aus dem Hut. Francesco Di Pierro und Elias Demirarslan entschieden sich für eine Freistoßvariante, an deren Ende Joker Ansumana Nyassi per Flugkopfball vollstreckte. „Ich freue mich sehr darüber, dass die Jungs sich für die Variante entschieden und den Ball in der letzten Aktion nicht irgendwie hereingebracht haben“, meinte Schulze-Marmeling.

Roxel an der Spitze

Auch der TuS Hiltrup hält sich in der Westfalenliga bislang schadlos – allerdings mit drei Unentschieden und dem Torverhältnis 1:1. Trainer Marcel Stöppel gab nach dem jüngsten torlosen Auftritt bei der Hammer SpVg zu: „Es wurmt mich, dass wir noch nicht einmal gewonnen haben.“

Der BSV Roxel zeigt sich derweil in der Landesliga äußerst torhungrig. Elf Treffer stehen nach drei Spieltagen zu Buche – Ligabestwert. Das 4:1 bei SuS Neuenkirchen katapultierte die Jungs von Trainer Oliver Logermann gar an die Tabellenspitze. „Hier werden nicht so viele Mannschaften punkten“, ist sich der Coach sicher. Am Waldstadion am Haarweg kickte 2013 übrigens noch ein Mann namens Marius Bülter, der inzwischen im Oberhaus beim FC Schalke 04 in Lohn und Brot steht. Abwarten, wohin die Reise geht für Christoph Lübke und Co. – am Sonntag gastiert der SV Herbern an der Tilbecker Straße.

In der Bezirksliga ist Münster 08 ebenfalls noch ungeschlagen, musste aber nach zwei Siegen am Sonntag den ersten Punktverlust hinnehmen. Für Trainer Gerrit Göcking grundsätzlich kein Problem, wenig anfangen konnte der Trainer allerdings mit dem Spiel zum Ergebnis. „Frust und Laune im Keller“, so der erste Einblick ins Seelenleben eines gequälten Trainers, der beim 1:1 gegen den TuS Altenberge sein Team nach den erfrischenden Auftritten zum Saisonstart kaum wiedererkannte. „Das war viel zu wenig.“ Und Göcking meinte damit nicht die fehlenden Punkte.

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