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Handball: Frauen-Landesliga

Unterschiedliche Ziele: Kinderhaus, Roxel und Nullacht starten in die Saison

Münster

Jeweils auswärts starten die drei münsterischen Frauenteams an diesem Wochenende in die Landesliga-Saison. Bei einem waren Vorbereitung und Trainingsbeteiligung „eine Katastrophe“, wie der Trainer sagt.

Caroline Engelhardt wird Kinderhaus definitiv fehlen. Foto: Wilfried Hiegemann

In der Landesliga der Frauen lieferte sich Westfalia Kinderhaus in der vergangenen Saison ein einsames Rennen mit dem SC Everswinkel. Am Ende hatten die Münsteranerinnen knapp das Nachsehen. Der Meister aus dem Vitusdorf ist nun raus. Und der Weg für Kinderhaus damit frei?

„Nee, nee“, wiegelt Verena Löffler ab und muss gar nicht aufs Papier schauen, um mitzuteilen, wen sie noch auf dem Zettel hat: „Sassenberg als Absteiger aus der Verbandsliga. Gronau als Staffelwechsler. Und Steinhagen II, eine super schnelle Truppe.“ Löffler, die 2020 aus Witten zur Westfalia stieß, hat im Sommer die Verantwortung vom langjährigen Trainer Florian Ostendorf übernommen. In der Vorbereitung lag ihr Hauptaugenmerk auf der Abwehr. „In der vergangenen Spielzeit haben wir viel Sturm und Drang gespielt. Mir war es wichtig, unsere Defensive zu stabilisieren. Ich glaube, dass wir da einen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben.“ Personell bedauert die Neue insbesondere den Verlust von Caroline Engelhardt (Auslandssemester) und Johanna Plett sowie der Torhüterinnen Deborah Peters und Milena Munke (alle langzeitverletzt). Ihre Feuertaufe erlebt Löffler am Sonntag im Auswärtsspiel in Mettingen. Die Generalprobe beim Bezirksligisten Schüttorf ging schief. „In Mettingen müssen wir mehr zeigen“, fordert Löffler.

Der Kader von Westfalia Kinderhaus

Roxel in der Breite verstärkt

Liga-Konkurrent BSV Roxel schloss die vergangene Spielzeit hinter Kinderhaus auf Rang drei ab. Eine Topplatzierung, die natürlich gern wiederholt werden soll. „Das Niveau haben wir. Wichtig wird sein, dass wir von Ausfällen verschont bleiben“, stellt Andreas Helftewes fest. Der Trainer hat fünf Zugänge im Training, dazu die Rückkehrer Birte Wokittel (nach längerer Pause) und Gina Jansing (nach Kreuzbandriss. „In der Breite haben wir uns komplett verstärkt. Zurzeit macht es allen Spaß und ich spüre einen großen Zusammenhalt“, so Helftewes. Nicht mehr zur Verfügung stehen dem Coach Christina Göde und Carolina Neuhahn. In den Testspielen überzeugte Roxel mit Tempo-Handball. Beim Sieg über den Verbandsligisten Borken notierte Helftewes überragende 44 Tore. Im ersten Saisonspiel ist der BSV am Samstag Gast der Wettringer Reserve. Helftewes: „Ein unangenehmer Gegner, wir müssen uns strecken.“

Der Kader des SC Münster 08

Trainingsbeteiligung unter 50 Prozent

Auf eine Wundertüte steuern die Frauen des SC Münster 08 am Samstag bei der SpVg. Steinhagen zu. Über den Auftaktgegner weiß Trainer Thomas Paus „eigentlich nichts“. Ohnehin schaut er mehr auf seine Mannschaft, die ihn in der Vorbereitung mehrfach im Regen stehen ließ. „Die Trainingsbeteiligung lag unter 50 Prozent. Geplante Tests mussten wir kurzfristig absagen“, konstatiert Paus. Theoretisch kann er aus einem 21er-Kader schöpfen. „Praktisch sehe ich uns eher bei 14, 15“, sagt der Coach. Sarah Runge und Caro Mowe laborieren noch immer an Schulterverletzungen, Verena Schnur fehlt wegen eines Auslandsaufenthalts. Das Saisonziel formuliert Paus mit einem Wort: „Überleben!“ Es meint den Klassenerhalt und ist mehr an die Realität angelehnt als Understatement. Von elf Teams steigen mindestens vier ab. Im allerschlimmsten Fall kann es sogar sechs treffen. „Wenn du da nur eine halbe schlechte Saison spielst, bist du fast schon nicht mehr zu retten“, befürchtet Paus.

Der Kader des BSV Roxel

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