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Rad: Sparkassen-Münsterland-Giro

Veranstalter hoffen am 3. Oktober auf deutsche Tour-Fahrer

Münster

Die Tour de France wirft auch ein Licht auf die 16. Auflage des Sparkassen-Münsterland-Giro am 3. Oktober. Schließlich hoffen die Veranstalter in Münster, dass einige der Tour-Starter dabei sein könnten: Wie Max Walscheid, Giro-Sieger von 2018, oder „Bergkönig“ Simon Geschke.

Von Alexander Heflik

Gewann 2018 als letzter Deutsche den Sparkassen-Münsterland-Giro: Maximilian Walscheid, hier beim Anstieg hinauf nach Alpe d’Huez bei der aktuell laufenden Tour de France. Foto: Imago/Sirotto

Die letzte Woche der Tour de France läuft, im August folgt die Deutschland-Tour mit ihren vier Etappen sowie vorgeschaltetem Prolog (24. bis 28. August) zwischen Weimar und Stuttgart. Und dann ist es auch nicht mehr lang, ehe der Sparkassen-Münsterland-Giro am 3. Oktober zumindest in Deutschland den Rennkalender beschließt. Rainer Bergmann ist zufrieden mit dem Stand der Vorbereitung: „Strecken und Zeitpläne stehen, natürlich sind noch einige Details offen.“ Doch die Stadt Münster scheint voll im Plan.

Profirennen startet in Telgte

Das Profirennen wird in Telgte gestartet und der Kreis Warendorf am 3. Oktober eine Art Epizentrum des Radsports sein. Der Veranstalter rechnet mit über 4000 Jedermann-Aktiven – mindestens. Start und Ziel bei diesen durchweg ambitionierten Fahrern ist wie immer Münster. Die 2000er-Marke ist längst gefallen bei den Voranmeldungen, nun wird auch das Wetter in den nächsten Wochen und Monaten entscheiden, inwieweit die 4000 geknackt werden. Eigentlich hoffen die Veranstalter auf rund 4500 Anmeldungen für die drei Strecken über 65 Kilometer („Cup der Sparkasse Münsterland Ost“), 95 Kilometer („Cup der Provinzial Versicherung“) und 125 Kilometer („Cup der LBS“). Gerade die längeren „Kanten“ haben ein paar giftige Anstiege inklusive. Die Form wird im Oktober stimmen müssen.

Wieder Programm vor dem Schloss

Und 2022 darf wieder mit einem großen Rahmenprogramm nicht nur in Telgte und den Durchfahrtsorten, sondern auch auf dem Schlossplatz in Münster gerechnet werden. Das hat es zum letzten Mal bei der Austragung 2019 gegeben.

Sportlicher Höhepunkt ist und bleibt das Profirennen mit Ziel in Münster vor dem Schloss – drei Innenstadt-Runden inklusive. Bergwertungen im Kreis Warendorf, Tempobolzerei auf dem Weg nach Münster, so oder so ähnlich werden Eckpunkte des Rennens über gut 200 Kilometer lauten.

Walscheid siegete 2018

Der britische Ex-Weltmeister Mark Cavendish gewann im Vorjahr den Sprint in Nienberge, als eine „abgespeckte Giro-Version“ ausgetragen wurde. 2019 siegte der Kolumbianer Álvaro Hodeg, der wie Cavendish auch für die belgische Super-Equipe Deceuninck-Quick-Step fuhr. Der letzte deutsche Sieg gelang Max Walscheid für das damalige Team Sunweb 2018.

Der 29-Jährige fährt seit diesem Jahr für die französische Equipe Cofidis und war auch bei der Tour de France dabei. Bis Dienstag. Er ist ein Sprinter, doch nun beendete eine Corona-Infektion seinen Auftritt – keine Chance auf den Schlusssprint am Sonntag in Paris. Der Heidelberger lag am Ruhetag auf Rang 141 der Gesamtwertung, 3:21 Stunden hinter dem Führenden Jonas Vingegaard aus Dänemark. Er hatte sich durchgequält.

Kommt „Bergkönig“ Geschke

In seinem Team fährt im Übrigen mit Simon Geschke ein weiterer Deutscher, und der 36-Jährige könnte als Führender in der Bergwertung tatsächlich auch das gepunktete Trikot nach Paris bringen. Geschkes Corona-Test fiel im Übrigen negativ aus. „Wir hoffen natürlich, dass auch er am 3. Oktober in Münster startet“, sagt Bergmann. Die Vorstellung der deutschen Fahrer bei der Tour registriert auch der Organisator in Münster zustimmend, Leistungen wie die von Nils Politt oder Lennard Kämna (beide Bora-hansgrohe) wären immer auch Werbung für ein Tagesrennen wie den Münsterland-Giro. Bergmann: „Das ist ein guter Einfluss für den deutschen Radsport.“

Im Jahr 2002 machte der Giro d’Italia mit der Etappe Groningen-Münster Station in Westfalen, seit 2006 findet die überarbeitete Version nun statt, also der Mix aus einem Profi-Spitzenrennen und Jedermann-Wettbewerben. Die 16. Auflage könnte nach zwei Corona-Jahren wieder an die Veranstaltungen vor 2020 anschließen.

Preise stiegen: Ende Juli endet die dritte von vier Preisstufen bei den Anmeldungen für die Jedermann-Rennen. Für die Giro-Trikots steigt der Preis dann um sechs Euro am 1. September. Die Anmeldungen erfolgen online über die Seite: www.muensterland-giro.de

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